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Interventionen

08/03/2017 – Ein Video-Gruß zum Frauenkampftag

07.03.2018, Didi Hock

Inspiriert von “Sick Woman Theory” und “Esto es por las enfermas mentales” schrieb ich vor gut einem Jahr einen Redebeitrag, der dann am 8. März 2017 von einer mir unbekannten Person auf einer FLTIQ*-Demo gehalten wurde. Ich wäre gerne selber auf diese Demonstration gegangen, doch am 8. März 2017 konnte ich (wie an vielen anderen Tagen) nicht einmal auf meinen Beinen stehen.

Aufgrund von Traumata, verschiedenen Autoimmunerkrankungen und chronischen Schmerzen sind mein Alltag und meine feministischen Kämpfe schon seit einiger Zeit vor allem von körperlichen Einschränkungen geprägt, die ich oft nur durch die vorübergehende Verbindung mit anderen Körpern überschreiten kann. In diesem Sinne ist der folgende Video-Gruß mehr als nur die Aufzeichnung einer Frauenkampftags-Aktion, die ich von meinem Bett aus losgetreten habe. Er ist die audiovisuelle Darstellung eines Miteinander-Werdens. Die mir unbekannte Person, die mir ihre Stimme lieh, „brachte mich auf die Demonstration”. So wurde ein öffentlicher Diskurs ermöglicht, der daran erinnerte, dass die Straße nicht der einzige Ort ist, von wo aus wir unsere Feminismen sichtbar und spürbar werden lassen.

Heute, am 8. März 2018, halte ich den Redebeitrag für genauso relevant wie vor einem Jahr. Deshalb habe ich beschlossen ihn in Form dieses Video-Grußes im Internet weiter zu verbreiten. Natürlich richtet er sich an euch alle. Vor allem aber grüße ich damit all die anderen Frauen, die auf den heutigen Demonstrationen unsichtbar bleiben, all die Frauen, die niemals auf der Straße protestieren werden und trotzdem jeden Tag widerständig sind.

 

Video: https://vimeo.com/208721603

 

 


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