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Technologie

Queer Science and Technology Studies – Technik- und Wissenschaftsforschung ‘queer‘ betreiben

10.05.2015, AG Queer STS [Julian Anslinger, Daniela Zanini-Freitag, Birgit Hofstätter, Susanne Kink, Lisa Scheer, Jenny Schlager, Anita Thaler, Magdalena Wicher]

Wir, die wissenschaftliche Arbeitsgruppe Queer STS, beschäftigen uns mit Science, Technology and Society Studies (STS) aus queerer Perspektive. Gerade weil mit ‚queer‘ und ‚Queerness‘ vielfältige Definitionen und Konnotationen verbunden sind, wollen wir unser wissenschaftliches Verständnis davon beschreiben, das wir aber gleichzeitig auch inhärent politisch begreifen … Zum ganzen Artikel


Zweiundvierzig oder von falschen Fragen und richtigen Antworten. Dem biologischen Determinismus auf der Spur

24.05.2012, Simon Schmiederer

In dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams berechnet der größte Computer der Galaxie die Frage „nach dem Leben, dem Universum und allem“. Nach 7,5 Millionen Jahren spuckt er die Antwort aus: 42. Der Enttäuschung über diese Antwort entgegnet der Computer, dass die Frage falsch gestellt wurde, da sie zu ungenau formuliert sei. Im Folgenden möchte ich mich einem Thema zuwenden, bei dem die Fragen auch grundfalsch gestellt werden (mit der Konsequenz der richtig falschen Antworten): der biologistischen Begründung der Geschlechterunterschiede. Dies möchte ich anhand einer Studie über den Zusammenhang von unterschiedlichen Berufsinteressen und dem pränatalen (vorgeburtlichen) Testosteronspiegel diskutieren… Zum ganzen Artikel


Feministische Öffentlichkeiten im Web 2.0. Möglichkeiten und Grenzen feministischer Partizipation im Internet

1.08.2011, Deborah Schmidt

Feministische Öffentlichkeiten sind seit Jahren ein wesentlicher Bestandteil der feministischen bzw. queerfeministischen Bewegung. Sie haben unter anderem dazu beigetragen, dass feministische Diskurse in die Öffentlichkeit geraten und mittlerweile auch im sogenannten Mainstream angekommen sind. Themen wie die Frauenquote und Geschlechtergerechtigkeit sind alltäglich geworden, wenn auch nach wie vor die Frage bleibt, auf welche Weise die Themen im Mainstream behandelt werden. Heute gerät vor allem das Internet als digitales Medium in den Blickpunkt feministischer Öffentlichkeiten… Zum ganzen Artikel


Digitale Spaltung per Gesetz – Das Internet zwischen Produktion und Kompensation sozialer Ungleichheit im Alltag von Erwerbslosen

2.09.2010, Kathrin Englert

Hartz IV-Empfangende brauchen keine internetfähigen Computer, weil sie Fernseher haben. Dieser Ansicht sind deutsche Sozialgerichte und forcieren damit eine digitale Spaltung per Gesetz. Im Zeitalter der digitalen Informations- und Kommunikationsgesellschaft mutet dieser Umstand absurd an, aber eine breite öffentlichkeitswirksame Debatte steht bisher aus. Grund dafür dürfte auch sein, dass die Frage nach der Bedeutung des Internets im Alltag von Erwerbslosen bisher eine Leerstelle in der Forschungslandschaft um Ausgrenzung, soziale Verwundbarkeit und Teilhabe ist. Aus einem aktuellen Forschungsprojekt zum Zusammenhang von Erwerbslosigkeit und Internet möchte ich Antworten auf diese Frage geben und das Internet zwischen Produktion und Kompensation sozialer Ungleichheit verorten. Dabei wird deutlich, dass Geschlecht als entscheidende Achse der Differenz an Bedeutung verliert. Vielmehr lassen sich die Achsen der sozialen Verwundbarkeit in diesem Kontext nur intersektional bestimmen… Zum ganzen Artikel


Web 2.0 = demokratische Öffentlichkeit? Einige (feministische) Anmerkungen zu einer erneuten Debatte

21.06.2010, Tanja Carstensen

Am 27. April 2010 fand in Berlin, veranstaltet von der Heinrich-Böll-Stiftung, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Citizen 2.0. Wie beeinflusst das Netz die demokratische Öffentlichkeit?“ statt. Anlass war das Erscheinen des Buches „Emergenz digitaler Öffentlichkeiten. Die sozialen Medien im Web 2.0“ des Medienwissenschaftlers Stefan Münker. Er vertritt die These, dass mit dem Web 2.0 das Ideal demokratischer Öffentlichkeit, wie es Jürgen Habermas entwirft, Realität geworden ist. Auf der Veranstaltung diskutierten Stefan Münker, Sophie Scholz (socialbar) und ich, Jan Engelmann (Heinrich-Böll-Stiftung) moderierte. Im Folgenden skizziere ich einige meiner Kommentare und Anmerkungen, insbesondere diejenigen, die aus feministischen und genderkritischen Perspektiven resultieren… Zum ganzen Artikel


Netzpolitik und soziale Gerechtigkeit. Ein queer-feministisch-intersektional inspirierter Blick auf die Themen der digitalen Bürgerrechtsbewegung

23.02.2010, Kathrin Ganz

Netzpolitische Themen wie die Vorratsdatenspeicherung oder Internetsperren haben in den letzten Jahren eine erstaunliche Mobilisierungsfähigkeit bewiesen. Dies hat nicht zuletzt der Achtungserfolg der Piratenpartei bei der letzten Bundestagswahl gezeigt. Die Debatten um staatliche und privatwirtschaftliche Eingriffe in das Internet und den Schutz der Privatsphäre im digitalen Zeitalter werden in der Öffentlichkeit als Themen wahrgenommen, mit denen sich vor allem technisch versierte und meist männliche Internetnutzer_innen beschäftigen. Anhand des Themas Netzneutralität und zwei Beispielen aus dem Bereich Datenschutz möchte ich zeigen, was Netzpolitik aus einer queer-feministisch-intersektionalen Sicht bedeutet, die vielfältigen sozialen Positionierungen entlang komplexer Verhältnisse sozialer Ungleichheit Rechnung trägt… Zum ganzen Artikel


Feminismus, Geschlechterforschung und die Neurowissenschaft

15.05.2009, Anelis Kaiser

Wir leben gegenwärtig in einer Neurozeit; manche setzen die Erforschung des Gehirns mit der Erforschung des Menschen gleich. Wie positionieren sich FeministInnen und GeschlechterforscherInnen zur immer wichtiger werdenden Rolle des Gehirns und der Neurowissenschaft in der Gesellschaft? Wie wollen wir, theoretisch und praktisch, Geschlechterähnlichkeit und -differenz im Gehirn handhaben? Gerade weil eine ganze Generation von feministischen NeurowissenschaftlerInnen fehlt, lautet das Plädoyer hier für mehr neurowissenschaftliche Forschung – und zwar für eine kritisch-feministische, die auf die neurobiologische Veränderbarkeit von Differenzen und Ähnlichkeiten zielt… Zum ganzen Artikel


Maschinen konstruieren – Männlichkeit und Technik in der Moderne

8.12.2008, Tanja Paulitz

Ob und in welcher Weise technische Fachinhalte gender-relevant sind, ist bislang kaum erforscht. Zwar weiß man inzwischen, dass technische Kompetenzen einen hohen Stellenwert in der Ausbildung einer männlichen Geschlechtsidentität haben. Doch ist der Kenntnisstand darüber erstaunlich karg, wie beides in der Wissenstradition des Ingenieurwesens eine so enge und dauerhafte Allianz eingehen konnte, welche Veränderungen es im Laufe der Zeit gegeben hat und wie traditionelle Bilder destabilisiert werden könnten. Um zu verstehen, wie die symbolische Ebene im Ingenieurbereich strukturiert ist, müssen also diese historischen Beziehungen zwischen Männlichkeitsbildern und Technik genauer untersucht werden… Zum ganzen Artikel


“Also, wenn du da nicht von selbst drauf kommst…” Einschreibungen von Geschlecht bei Interface-AgentInnen

9.05.2008, Kathrin Englert

Technische Artefakte wie Fahrräder, Computer oder eben Interface-AgentInnen können nicht als natürlich und gegeben gesehen werden. Vielmehr müssen sie als soziale Akteure betrachtet werden, denn technische Artefakte verkörpern soziale Verhältnisse und Strukturen. Im alltäglichen Umgang begegnen uns ständig technische Artefakte, von denen wir annehmen, sie seien neutral. Tatsächlich werden die Artefakte dadurch noch mächtiger in der Aufrechterhaltung der sozialen Strukturen und Verhältnisse, die in sie eingeschrieben sind. Auch Geschlecht als soziale Ordnungskategorie finden wir in technische Artefakte eingeschrieben. Dieser Umstand kann keineswegs als unschuldig betrachtet werden, denn vergeschlechtlichte technische Artefakte können dabei mitwirken, Geschlechterverhältnisse und damit verbundene Herrschaftsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Deshalb erscheint es aus feministischer Sicht sinnvoll, sich kritisch mit den Einschreibungen von Geschlecht in technischen Artefakten auseinander zu setzen. Es geht folglich darum, Einschreibungen von Geschlecht und deren Ursachen zu ergründen, um daraus feministische Interventionen ableiten zu können. Näher beleuchtet werden im Folgenden zwei Interface-Agentinnen, mit denen ich aufschlussreiche und durchaus unterhaltsame “Gespräche” geführt habe… Zum ganzen Artikel


Gender Trouble im Web 2.0. Sexismus, Homophobie, Antifeminismus und Heteronormativität im neuen alten Internet

10.01.2008, Tanja Carstensen

Mit den heutzutage zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Weblogs, Wikis, des Podcasting und Communities wie YouTube, MySpace und dem studiVZ verspricht das Internet eine stärkere Partizipation der Netznutzer_innen und neue Beteilungsformen. Aus Geschlechterperspektiven bleibt das “Web 2.0″ allerdings ambivalent. Neben queer-feministischen Interventionen kommt es gleichzeitig immer wieder zu antifeministischen, homophoben und sexistischen Angriffen aus der Mitte der Web 2.0-Community… Zum ganzen Artikel


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