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Interventionen

Über den wirklichen Reichtum im menschlichen Zusammenleben

2.06.2014, Ina Praetorius

Im November 2001 erschien ein Text im Netz: das „Frauenkirchenmanifest zur aktuellen Lage der Welt“. Unter dem Eindruck von 09/11 hatten einige Feministinnen der „Mailingliste Frauenkirche“ beschlossen, ihre Sicht der Dinge nicht für sich zu behalten. Das Manifest wurde in der Folge von ca. 500 Menschen unterzeichnet, ins Englische, Französische und Russische übersetzt und mehrfach gedruckt. Mehr zur Geschichte des Manifests findet sich hier. Jetzt, im Frühjahr 2014, ist in Europa wieder von „Kriegsgefahr“ die Rede. Gleichzeitig ist eine Care-Revolution im Entstehen. Weil beides für mich zusammenhängt, habe ich das Frauenkirchenmanifest aktualisiert und ihm eine neue Überschrift gegeben… Zum ganzen Artikel


Auf die Freundschaft!

10.04.2014, Tina Habermann

Welchen Beitrag können Freundschaften für eine unsere Alltage und somit Gesellschaft verändernde Praxis bringen? Ich möchte einige Gedanken zu Freundschaft gerne in den Kontext der guten alten Erkenntnis „das Private ist politisch“ setzen und mir bestimmte Felder des Lebens in Bezug auf die Frage anschauen, wie darin eine gelingende kollektive Beziehungsform gestaltet sein könnte. Zum ganzen Artikel


smash it all – smash sexism – Kongressbericht

16.02.2014, smash it all

Im Jahr 2013 wurden viele Diskussionen über Sexismus und sexualisierte Gewalt in den Medien geführt. Dabei kam es selten zu differenzierten Analysen über Herrschaftsverhältnisse, die mit sexualisierter Gewalt verbunden sind. Ein Versäumnis, das wir auch innerhalb der radikalen Linken feststellen, weshalb wir im Juli 2013 den Kongress smash it all_smash sexism zum Themenkomplex Sexismus und sexualisierte Gewalt in der Roten Flora in Hamburg veranstaltet haben. Zum ganzen Artikel


Gruppenübergreifendes Handeln für eine Care Revolution

31.07.2013, Gabriele Winker

Selbstsorge ebenso wie die Sorge um andere sind für die Verwirklichung menschlicher Lebensbedürfnisse von grundlegender Bedeutung. Das kapitalistische System beschränkt jedoch mit entgrenzter und prekärer Lohnarbeit die zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die existenziell wichtige Care-Arbeit. Gleichzeitig entsteht durch Privatisierungen im Pflege- und Gesundheitsbereich, Ökonomisierung der Bildungslandschaft, Reduktion sozialstaatlicher Leistungen ein Mehr an weitgehender unsichtbarer Haus- und Sorgearbeit in den Familien. In neoliberalen Zeiten, in denen die Erwerbstätigkeit aller erwartet wird, führt diese Situation insbesondere für Menschen mit Sorgeverpflichtungen für Kinder oder Pflegebedürftige zu enormen zeitlichen und körperlichen Überlastungen und/oder finanziell bedingten Existenzunsicherheiten. Deswegen sprechen im Care-Bereich Aktive von einer Krise sozialer Reproduktion. Aus diesem Grund hat das Feministische Institut einen Arbeitskreis Reproduktion gegründet, der zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und 19 Kooperationspartner_innen jetzt zu einer Aktionskonferenz Care Revolution aufruft, die vom 14. bis 16. März 2014 in Berlin stattfinden wird. Dort wird es um einen vielfältigen Erfahrungsaustausch gehen zwischen berufstätigen Pflegekräften und Erzieher_innen, die für angemessene Arbeitsbedingungen kämpfen, pflegenden Angehörigen und Eltern, die nicht weiter am Rande ihrer Kräfte auf sich alleine gestellt wertvolle und kaum anerkannte Arbeit leisten wollen, und jungen Aktivist_innen, die sich immer neuen Leistungsanforderungen widersetzen und in sozialen Auseinandersetzungen für ihre ureigensten Lebensinteressen eintreten. Im Folgenden … Zum ganzen Artikel


Geflüchtete Frauen protestieren – Offener Brief

13.04.2013, Melanie Groß

Immer wieder werden unzumutbare Verhältnisse in Flüchtlingsunterkünften öffentlich. Menschen, die nach einer Flucht in Deutschland landen, werden häufig in unzumutbare Unterkünfte verwiesen. Lärm, Enge, fehlende Privatsphäre und problematische hygienische Verhältnisse aufgrund von Überbelegungen gehören zum Alltag in diesen Unterkünften. Flüchtlinge protestierten in den vergangenen Monaten bundesweit immer wieder gegen diese Zustände und versuchten mit Refugee-Camps die öffentliche Wahrnehmung auf das Problem zu lenken. Neben der Kritik an den Unterkünften geht es dabei auch immer insgesamt um den Umgang des deutschen Staates mit Flüchtlingen: Restriktive Asylgesetzgebung, Praxis der Abschiebungen und Abschiebehaft sowie die Residenzpflicht. Jetzt haben Frauen aus dem Flüchtlingsheim in Breitenworbis einen Offenen Brief geschrieben, den wir dokumentieren und der bereits am 4. April 2013 von der Mädchenmannschaft veröffentlicht wurde. Zum ganzen Artikel


Das erste Ladyfest im Saarland – Feminismus und Que(e)rdenken fernab der Metropolen

23.11.2012, Heike Mißler

Im Oktober 2012 organisierte der Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität des Saarlandes das erste saarländische Ladyfest. Fernab der zweifelsohne lebhafteren queer-feministischen Szenen Berlins, Hamburgs oder Kölns fiel die Umsetzung einer solchen Veranstaltung anfänglich vielleicht etwas schwerer, aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Zum ganzen Artikel


Global and Diasporic Tightrope Walking: Sex Workers between Morality and Deviance

6.09.2012, Mechthild Nagel

Sex sells and is glamorized, but sex work is considered dirty. Sex workers have the rare distinction of being maligned by both conservative and progressive organizations, especially if they affirm their work as meaningful. There has been a “humanitarian” move recently to save them—even if against their will. Such rescue missions are sensationalized in the media with little regard of what workers themselves think about this patronizing ethic. Sometimes sex workers have to pretend they are victims in order not to be criminalized. Rescuing “brown girls” from “brown men” continues a colonialist discourse under a new (and old) guise: “trafficking.” Zum ganzen Artikel


Feministisches Pamphlet zur Sexarbeit in Hamburg

10.02.2012, Tina Habermann

Eine Mischung aus dem Wunsch, die Frage nach „dem Feministischen“ in der Thematisierung von Sexarbeit zu beantworten, aus der Notwendigkeit, die Verquickung von Herrschaftsverhältnissen auch gegen konservativ-feministische und hegemoniale Deutungsweisen aufzuzeigen und aus schlichter Wut über derzeitige stadtpolitische Argumentationen und Praxen innerhalb des konkreten Konflikts um Sexarbeit in St. Georg brachte dieses Pamphlet hervor, dass es sich zur Aufgabe macht, kurz und knapp Gedanken zusammen und auf den Punkt zu bringen… Zum ganzen Artikel


Recht auf Straße(-nstrich)! Stadtentwicklungspolitik als Spiegel gesellschaftlicher Ausschlüsse Ein Workshop erkundet städtische Vertreibungspolitiken und Widersetzungspraxen

17.01.2012, Stella Gaertner, Tina Habermann und Iris Nowak

Die akteuellen Verdrängungspolitiken gegenüber Sexarbeiter_innen, aber auch das Schweigen vieler linker stadtpolitischer Bewegungen zu diesem Thema nahm Ragazza, das Hamburger Projekt für drogengebrauchende Sexarbeiterinnen, zum Anlass, in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen internationalen Workshop zu organisieren. Unter dem Titel „Stadt, Prostitution, Vertreibung“ wurden Handlungsstrategien gegen repressive staatliche Politiken und medienträchtige Skandalisierungen diskutiert… Zum ganzen Artikel


Die Spendenaktion zur Rettung des Frauenhaus Wedel

15.09.2011, Kathrin Nordmann

Die ersten Frauenhäuser in der BRD wurden in den 1970er Jahren im Kontext der Autonomen Frauenbewegung gegründet. Bis heute sind sie zentraler Bestandteil des Schutz- und Beratungsangebots für von Gewalt betroffene Frauen. In Schleswig-Holstein wurde jedoch die Streichung der Finanzierung des „Autonomen Frauenhaus Wedel“ und des “AWO Frauenhaus Lübeck“ beschlossen und dies trotz hoher Auslastung. Die Begründung ist, dass dort Frauen aus anderen Bundesländern Schutz suchen. Die Sparmaßnahmen sind vor dem Hintergrund einer fehlenden bundesweiten Finanzierungssicherheit der Frauenhäuser zu sehen und folgen einer Politik, die zu Lasten der Opfer von Gewalt geht. Zur Rettung des Frauenhauses Wedel wurde deshalb eine Spendenaktion gestartet.
Insgesamt hat die CDU/FDP Landesregierung Schleswig-Holstein die Einsparung von 48 Frauenhausplätzen beschlossen. Ab Ende 2011 soll die Förderung wegfallen. Die Streichung geschieht ungeachtet der Tatsache, dass Frauenhäuser die einzigen Schutzeinrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sind. Jährlich suchen in den ca. 380 Frauenhäusern bundesweit etwa 45.000 Frauen Schutz. Das von den Einsparungen betroffene Frauenhaus Wedel hat 15 Plätze. Pro Jahr werden dort etwa 100 Frauen und deren Kinder aufgenommen, durchschnittlich ist das Haus zu 85% belegt. Die Begründung für die Streichung der Finanzierung ist auch nicht, dass das Frauenhaus zu wenig ausgelastet sei. Die Landesregierung … Zum ganzen Artikel


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Über Anregungen, Kritiken und andere Positionen freuen wir uns jederzeit: info[at]feministisches-institut.de


Feministisches Institut Hamburg