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Interventionen

Geflüchtete Frauen protestieren – Offener Brief

13.04.2013, Melanie Groß

Immer wieder werden unzumutbare Verhältnisse in Flüchtlingsunterkünften öffentlich. Menschen, die nach einer Flucht in Deutschland landen, werden häufig in unzumutbare Unterkünfte verwiesen. Lärm, Enge, fehlende Privatsphäre und problematische hygienische Verhältnisse aufgrund von Überbelegungen gehören zum Alltag in diesen Unterkünften. Flüchtlinge protestierten in den vergangenen Monaten bundesweit immer wieder gegen diese Zustände und versuchten mit Refugee-Camps die öffentliche Wahrnehmung auf das Problem zu lenken. Neben der Kritik an den Unterkünften geht es dabei auch immer insgesamt um den Umgang des deutschen Staates mit Flüchtlingen: Restriktive Asylgesetzgebung, Praxis der Abschiebungen und Abschiebehaft sowie die Residenzpflicht. Jetzt haben Frauen aus dem Flüchtlingsheim in Breitenworbis einen Offenen Brief geschrieben, den wir dokumentieren und der bereits am 4. April 2013 von der Mädchenmannschaft veröffentlicht wurde. Zum ganzen Artikel


Das erste Ladyfest im Saarland – Feminismus und Que(e)rdenken fernab der Metropolen

23.11.2012, Heike Mißler

Im Oktober 2012 organisierte der Lehrstuhl für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität des Saarlandes das erste saarländische Ladyfest. Fernab der zweifelsohne lebhafteren queer-feministischen Szenen Berlins, Hamburgs oder Kölns fiel die Umsetzung einer solchen Veranstaltung anfänglich vielleicht etwas schwerer, aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Zum ganzen Artikel


Global and Diasporic Tightrope Walking: Sex Workers between Morality and Deviance

6.09.2012, Mechthild Nagel

Sex sells and is glamorized, but sex work is considered dirty. Sex workers have the rare distinction of being maligned by both conservative and progressive organizations, especially if they affirm their work as meaningful. There has been a “humanitarian” move recently to save them—even if against their will. Such rescue missions are sensationalized in the media with little regard of what workers themselves think about this patronizing ethic. Sometimes sex workers have to pretend they are victims in order not to be criminalized. Rescuing “brown girls” from “brown men” continues a colonialist discourse under a new (and old) guise: “trafficking.” Zum ganzen Artikel


Feministisches Pamphlet zur Sexarbeit in Hamburg

10.02.2012, Tina Habermann

Eine Mischung aus dem Wunsch, die Frage nach „dem Feministischen“ in der Thematisierung von Sexarbeit zu beantworten, aus der Notwendigkeit, die Verquickung von Herrschaftsverhältnissen auch gegen konservativ-feministische und hegemoniale Deutungsweisen aufzuzeigen und aus schlichter Wut über derzeitige stadtpolitische Argumentationen und Praxen innerhalb des konkreten Konflikts um Sexarbeit in St. Georg brachte dieses Pamphlet hervor, dass es sich zur Aufgabe macht, kurz und knapp Gedanken zusammen und auf den Punkt zu bringen… Zum ganzen Artikel


Recht auf Straße(-nstrich)! Stadtentwicklungspolitik als Spiegel gesellschaftlicher Ausschlüsse Ein Workshop erkundet städtische Vertreibungspolitiken und Widersetzungspraxen

17.01.2012, Stella Gaertner, Tina Habermann und Iris Nowak

Die akteuellen Verdrängungspolitiken gegenüber Sexarbeiter_innen, aber auch das Schweigen vieler linker stadtpolitischer Bewegungen zu diesem Thema nahm Ragazza, das Hamburger Projekt für drogengebrauchende Sexarbeiterinnen, zum Anlass, in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen internationalen Workshop zu organisieren. Unter dem Titel „Stadt, Prostitution, Vertreibung“ wurden Handlungsstrategien gegen repressive staatliche Politiken und medienträchtige Skandalisierungen diskutiert… Zum ganzen Artikel


Die Spendenaktion zur Rettung des Frauenhaus Wedel

15.09.2011, Kathrin Nordmann

Die ersten Frauenhäuser in der BRD wurden in den 1970er Jahren im Kontext der Autonomen Frauenbewegung gegründet. Bis heute sind sie zentraler Bestandteil des Schutz- und Beratungsangebots für von Gewalt betroffene Frauen. In Schleswig-Holstein wurde jedoch die Streichung der Finanzierung des „Autonomen Frauenhaus Wedel“ und des “AWO Frauenhaus Lübeck“ beschlossen und dies trotz hoher Auslastung. Die Begründung ist, dass dort Frauen aus anderen Bundesländern Schutz suchen. Die Sparmaßnahmen sind vor dem Hintergrund einer fehlenden bundesweiten Finanzierungssicherheit der Frauenhäuser zu sehen und folgen einer Politik, die zu Lasten der Opfer von Gewalt geht. Zur Rettung des Frauenhauses Wedel wurde deshalb eine Spendenaktion gestartet.
Insgesamt hat die CDU/FDP Landesregierung Schleswig-Holstein die Einsparung von 48 Frauenhausplätzen beschlossen. Ab Ende 2011 soll die Förderung wegfallen. Die Streichung geschieht ungeachtet der Tatsache, dass Frauenhäuser die einzigen Schutzeinrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sind. Jährlich suchen in den ca. 380 Frauenhäusern bundesweit etwa 45.000 Frauen Schutz. Das von den Einsparungen betroffene Frauenhaus Wedel hat 15 Plätze. Pro Jahr werden dort etwa 100 Frauen und deren Kinder aufgenommen, durchschnittlich ist das Haus zu 85% belegt. Die Begründung für die Streichung der Finanzierung ist auch nicht, dass das Frauenhaus zu wenig ausgelastet sei. Die Landesregierung … Zum ganzen Artikel


Gender Gap? – eine Auseinandersetzung am Einzelfall

19.01.2011, Jana Ballenthien

Sexistische Situationen begegnen uns in unserem Alltag immer wieder und stellen uns vor die Aufgabe, einen adäquaten Umgang damit zu finden. Dieser Artikel plädiert dafür, jede Situation in ihrem jeweiligen Kontext als spezifischen Einzelfall zu betrachten, und demnach auf offenes, „nicht-böse-gemeintes“, platt traditionell und sozialpolitisch verankertes sexistisches Verhalten und die diversen Schnittmengen spezifisch zu reagieren. Im Fokus des Artikels steht eine Situation, in der es um eine sprachliche Auseinandersetzung über die in einem TV Werbespot dargestellten Geschlechterrollen geht. Darin wird eine Möglichkeit feministischer Handlungsfähigkeit vorgeschlagen, die die differenzierten Deutungshorizonte sexistischen Handelns versucht zu verstehen und ernst zu nehmen, um auf dieser Grundlage Diskurse zu verhandeln und zu verändern… Zum ganzen Artikel


Zwischen Emanzipation und Einpassung: postfeministische Verwicklungen in Politik und Popkultur

19.10.2010, Jette Hausotter

Ein neuer deutscher Postfeminismus feiert Emanzipation und unterstützt dabei die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft. Gleichzeitig bietet Popkultur, die das Alltagsverständnis prägt, jungen Frauen Teilhabe an der Konsumkultur um den Preis politischer Kritik. Queerfeministische kapitalismuskritische Interventionen müssen diese Entwicklungen ernst nehmen als Interessenartikulation in veränderten Produktionsverhältnissen. Manches erfordert Widerstreit, anderes eröffnet Räume für queerfeministische Praxis… Zum ganzen Artikel


Missy. Popkultur von und für Frauen

21.07.2010, Stefanie Lohaus

Das Missy Magazine ist ein Popkulturmagazin für Frauen. Es möchte informieren und gleichzeitig unterhalten. Dabei zeichnet es sich durch eine dezidiert feministische Haltung aus. Anders als Publikationen wie die Emma oder die an.schläge aus Österreich berichtet das Missy Magazine nicht nur über Feminismus. Es betreibt auch keine feministische Theoriebildung wie es in akademischen Publikationen üblich ist. Stattdessen betreibt Missy „angewandten Feminismus“. Das bedeutet: Die Herausgeberinnen versuchen im Rahmen eines Frauen- und Popmagazines, eine feministische Haltung im Umgang mit Themen, Bildern und Sprache zu zeigen. Im Spektrum Zeitschriften sieht Missy sich zwischen Musik/Popkulturzeitschriften, klassischem Frauenmagazin und feministischen Zeitschriften ein. Salopp gesagt: zwischen Intro, Maxi und Emma. Zum ganzen Artikel


Die Tomate weiter werfen… Feministische Gesellschaftskritik jenseits von Alphamädchen und F-Klasse

8.03.2010, Feministischer Arbeitskreis ‚Schöner leben‘

Feminismus soll gerade für junge Frauen wieder attraktiv gemacht werden. Cool und lässig soll Feminismus sein und das Leben für Frauen schöner machen, so das Credo vieler Bücher. Ist damit Feminismus schon so salonfähig, dass man/Frau darüber gar nicht mehr in gesellschaftskritischer Form sprechen müsste? Dass sich dieser „neue Feminismus“ nicht auf alle Frauen bezieht und sich oftmals nicht als feministische Kritik an der gesamten Gesellschaft versteht, ist scharf zu kritisieren. Deshalb plädiert der „Feministische Arbeitskreis ‚Schöner Leben‘“ aus Münster für eine lokale feministisch gesellschaftskritische Bewusstseinsbildung. Leerstellen wie Rassismus, soziale Spaltungen und ökonomische Ausbeutung, die insbesondere Frauen treffen, zeigen, dass es notwendig ist feministische Widerstandspraxen innerhalb breiter sozialer Bewegungen zu etablieren!… Zum ganzen Artikel


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Über Anregungen, Kritiken und andere Positionen freuen wir uns jederzeit: info[at]feministisches-institut.de


Feministisches Institut Hamburg