6.11.2008, Haidy Damm
Thiaroye-sur-mer. Der Name steht für eine Tragödie. Thiaroye-sur-Mer – kein anderer Ort im Senegal hat so viele Menschen auf dem Weg nach Europa verloren: Zwei Boote mit rund 170 überwiegend jungen Männern aus dem früheren Fischerdorf sind nie an ihrem Ziel angekommen. Ihre Pirogen sind irgendwo in der stürmischen See gekentert… Zum ganzen Artikel
10.01.2008, Tanja Carstensen
Mit den heutzutage zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Weblogs, Wikis, des Podcasting und Communities wie YouTube, MySpace und dem studiVZ verspricht das Internet eine stärkere Partizipation der Netznutzer_innen und neue Beteilungsformen. Aus Geschlechterperspektiven bleibt das “Web 2.0″ allerdings ambivalent. Neben queer-feministischen Interventionen kommt es gleichzeitig immer wieder zu antifeministischen, homophoben und sexistischen Angriffen aus der Mitte der Web 2.0-Community… Zum ganzen Artikel
17.12.2007, Birgit Riegraf
Jahrelang galt Feminismus in Deutschland als Schimpfwort. Seit einiger Zeit entdecken die Medien das Label “Feminismus” für ihre Titelseiten. “Wir brauchen einen neuen Feminismus” forderte unlängst die “Zeit”. Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin fühlt sich berufen, eine “Streitschrift für einen neuen Feminismus” zu verfassen. Ursula von der Leyen findet in einer Ausgabe der FAZ von 2007 “Konservativer Feminismus” eine spannende Wortprägung. Die Forderung nach einem “neuen” Feminismus wird diskussions- und salonfähig. Einen Vorwand und den Kontrapunkt dafür liefert Eva Herman, die penetrant verkündet, dass die Frau ins Heim zu Kind und Mann gehört… Zum ganzen Artikel
11.10.2007, Gabriele Winker
Ist der Feminismus tot oder neu und anders lebendig? Diese Frage wird in den bundesrepublikanischen Massenmedien derzeit wieder verstärkt diskutiert. In die mediale Aufmerksamkeit kehren Feminismen zurück, die im neoliberalen Gewande nach dem Motto – jede ist ihres Glückes Schmiedin – die individuellen Leistungen und Karrieremöglichkeiten von Frauen als Unternehmerinnen ihrer selbst betonen oder im differenzfeministischen Gegenmodell auf die Fürsorgeverantwortung und -wünsche von Frauen verweisen. Ich sehe in diesen oft ärgerlichen und unfruchtbaren Debatten – beispielsweise in den Auseinandersetzungen mit Eva Herrmann, aber auch der F-Klasse von Thea Dorn – durchaus eine positive Herausforderung für ein verstärktes gesellschaftskritisches Engagement aus marxistisch-feministischen und queer-feministischen Perspektiven… Zum ganzen Artikel
20.09.2007, Rhoda Tretow
Das rechtsverbindliche, internationale Übereinkommen CEDAW bietet im Vergleich mit anderen Antidiskriminierungsinstrumenten mehrere Vorteile: es erlaubt zeitweilige Sondermaßnahmen zu Gunsten von Frauen, es ist frauenspezifisch, inhaltlich umfassend und so formuliert, dass auch neu entstehende Diskriminierungstatbestände geahndet werden können. Anlässlich der Veröffentlichung des 6. Staatenberichts der Bundesrepublik Deutschland wird im Folgenden anhand von Beispielen aus der vergangenen Berichtsperiode skizziert, wie verschiedene gesellschaftliche AkteurInnen dazu beitragen können, CEDAW zum Prüfstein jeder Entscheidung öffentlicher Gremien und politischer Maßnahmen avancieren zu lassen. Zum ganzen Artikel
8.03.2007, Melanie Groß
Am 5. März wurde in Kopenhagen im Stadtteil Norrebrø in der Jagtvej 69 das Ungdomshuset abgerissen. Nach dem Beginn der Räumung des besetzten Hauses am 1. März kam es zu mehrtägigen Protesten und insgesamt etwa 700 Festnahmen. Das Ungdomshuset war ein Haus mit Geschichte: Unter anderem beschloss hier die II. Internationale Frauenkonferenz am 27. August 1910 die Einführung eines Internationalen Frauentages… Zum ganzen Artikel
28.01.2007, Melanie Groß
Seit 2003 boomen in Deutschland so genannte Ladyfeste. Die Ladyfeste haben sich weitgehend ohne die Unterstützung von Mainstream Medien wie durch ein Lauffeuer verbreitet. Auf den ersten Blick könnten Ladyfeste möglicherweise lediglich als unterhaltsame Freizeitgestaltung verstanden werden – doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass es sich bei den Ladyfesten um (queer-)feministische Veranstaltungen handelt, die sich innerhalb der Musikkultur und mit den Mitteln der Musikkultur lautstark gegen Sexismus, Heterosexismus und Homophobie zur Wehr setzen… Zum ganzen Artikel
Feministisches Institut Hamburg
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