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Interventionen

Lookismus – Ein Blick auf gesellschaftliche Wissensbestände und emanzipatorische Potenziale eines Begriffs

29.04.2018, Svenja Spyra

Der Beitrag geht der Frage nach, welches Wissen gegenwärtig unter dem Begriff Lookismus verhandelt wird und bezieht sich dabei insbesondere auf gesellschaftliche Wissensproduktion im Kontext körperlicher Attraktivität. Dies wird am Ende unter dem Blickwinkel daraus resultierender emanzipatorische Potenziale diskutiert… Zum ganzen Artikel


08/03/2017 – Ein Video-Gruß zum Frauenkampftag

7.03.2018, Didi Hock

Inspiriert von “Sick Woman Theory” und “Esto es por las enfermas mentales” schrieb ich vor gut einem Jahr einen Redebeitrag, der dann am 8. März 2017 von einer mir unbekannten Person auf einer FLTIQ*-Demo gehalten wurde. Ich wäre gerne selber auf diese Demonstration gegangen, dch am 8. März 2017 konnte ich (wie an vielen anderen Tagen) nicht einmal auf meinen Beinen stehen… Zum ganzen Artikel


Politik mit und ohne Identität

13.02.2018, Volker Woltersdorff (alias Lore Logorrhöe)

Der folgende Text verfolgt aus einer queerfeministischen Perspektive die Vorannahmen und Lücken der aktuellen Kritik an Identitätspolitik, indem er zum einen auf die problematische Tradition einer Gegenüberstellung von sozialer Frage und Identitätspolitik eingeht und zum anderen identitätskritische Ansätze innerhalb von Identitätspolitik in Erinnerung ruft. Er erörtert Vor- und Nachteile von Politik mit und ohne Identität, um schließlich für politische Bündnisse zu werben, die in der Lage sind, zweigleisig zu fahren. Dafür hält es der Autor für notwendig, Machtressourcen umzuverteilen… Zum ganzen Artikel


Intersexualität

9.12.2017, Nina Degele

Die Aufnahme eines dritten Geschlechts durch das Bundesverfassungsgericht im November 2017 in das Geburtenregister ist die größte Revolution im ganzen Umfeld zu Geschlechterpolitik und Personenstand in den letzten Jahrzehnten. Denn nichts verunsichert mehr als nicht zu wissen, ob wir es mit einem Mann oder mit einer Frau zu tun haben. Etwas Drittes ist bislang paradoxerweise etwas nicht Existierendes, etwas nicht Vorhandenes. Nun wird es möglich und gesetzlich verbindlich, dem nicht Bezeichneten einen Namen zu geben, ihm gesellschaftliche Existenz zu verleihen. Das ist nicht hoch genug einzuschätzen… Zum ganzen Artikel


Ewige Nörglerin oder feministische Spaßverderberin?

13.11.2017, Tina Habermann

Zur Wahl habe ich mich gefühlt, wie ich mir die Reichen im Urlaub vorstelle: Der Sessel im Hotelzimmer ist zu unbequem, der Blick aufs Meer wird durch den Obdachlosen auf der Promenade entstellt, die Fischer morgens sind zu laut, auch wenn ich im Restaurant abends ihren frischen Fisch konsumieren möchte. Ja, irgendwie hatte ich dieses Jahr noch mehr an den Parteien auszusetzen. Die SPD baut Wohnungen, die ich mir nicht leisten kann, die FDP arbeitet hart daran, dass ich sofort gefeuert werden kann, die Linkspartei plappert den Misst der Obergrenzen nach , die CDU will soziale Vereine verbieten und ihre Gelder streichen, die AfD meine Freunde an der Grenze erschießen, und die Grünen machen mit, was auch immer so gerade im repressiven Diskurs angesagt ist . Immer wieder denke ich an das Bild des Wahlomaten als einen Spielautomat: Ich drücke einen Knopf und es spuckt mir beliebig Bilder aus, die mir mitteilen „das hat leider nicht geklappt“. So könnte ich den Knopf am Wahlomaten endlos drücken, und es kommt nichts Brauchbares dabei heraus. Nach der Wahl lassen die gewählten Parteien jenseits der AfD verlauten, dass sie nun weiter auf die Wünsche der AfD-Wählerschaft zugehen wollen. Eine NGO verfasst einen offenen … Zum ganzen Artikel


Kämpfe und Forderungen der Queer-Bewegung in der Türkei*

30.04.2016, Zülfukar Ҫetin

Für die türkische Queer-Bewegung waren die Proteste von 2013 für den Erhalt des Gezi-Parks in Istanbul von großer Bedeutung, weil bei den Protesten mehrere Gruppen aus diversen Kämpfen zusammenkamen. Queer-Gruppen waren an der Auseinandersetzung gegen eine neoliberale Stadtpolitik besonders beteiligt. Während der Proteste haben sie z.B. einen LSBTI-Block gebildet, der eigene Demonstrationen und Diskussionsveranstaltungen organisierte. Der Höhepunkt der Aktivitäten dieses Blocks war eine Demonstration anlässlich des Christopher Street Day, an dem ca. 100 000 Menschen teilnahmen.
Die Queers konnten seitdem verstärkt Netzwerke aufbauen und begannen, sich in die Lokalpolitik einzumischen. Auch bei der Gewinnung politischer Parteien gab es Fortschritte. Eine Reihe von sozial-demokratischen Politiker_innen konnte auf LSBTI-Rechte und -Forderungen aufmerksam gemacht und mobilisiert werden. Heute gibt es in der Türkei schätzungsweise fünfzig Queer-Organisationen, die sich für die Gleichberechtigung aller Menschengruppen einsetzen und versuchen, die Sichtbarkeit von Queers in der Türkei zu normalisieren… Zum ganzen Artikel


Sorge füreinander solidarisch organisieren!

2.11.2015, Gabriele Winker

Millionen Menschen sind auf der Flucht – vor Krieg, Gewalt, Armut. Es sind die Regierungen des Westens, die mit Rüstungsexporten und wirtschaftlichen Eingriffen wie Raubbau natürlicher Ressourcen, Privatisierung sozialer Infrastruktur und Lebensmittelsubventionen zugunsten großer Kapitale die Lebensgrundlage Millionen von Menschen zerstören. Den daraus entstehenden Fluchtbewegungen begegnen diese Regierungen mit Abschottungsstrategien – vom militärischen Frontex-Einsatz im Mittelmeer über mit Stacheldraht gesicherte Grenzzäune bis zu massiven Grenzkontrollen zur Abschreckung. Und doch gibt es in diesem bedrückenden Szenarium Lichtblicke der Menschlichkeit, wenn Hunderttausende von Menschen die Ankommenden mit dem nötigsten Essen und Trinken sowie Kleidung und Decken versorgen und sie freundlich und positiv begrüßen. Hier sorgen Menschen für andere, geben ein Stückchen ihrer häufig knappen zeitlichen oder finanziellen Ressourcen für die Unterstützung von Menschen in Not. Dies sind ermutigende Zeichen der Solidarität. Im Folgenden geht es mir darum zu verdeutlichen, wie sich Unterstützung für Geflüchtete im Rahmen der Strategie der Care Revolution weiterdenken lässt.
Die im Werden begriffene Care-Bewegung (http://care-revolution.org) baut darauf, dass jede Person ein Recht hat, selbst zu bestimmen, wie sie für sich, aber auch für andere sorgen und wie sie von anderen versorgt werden möchte. Dieses Menschenrecht ist den aus Armuts- und Kriegsgebieten Geflüchteten in ihren Herkunftsländern verwehrt. Umso … Zum ganzen Artikel


„Girl Gangs against Street Harassment“ – Feministische Street-Art als künstlerisch-interventionistische Raumaneignungspraxis

19.10.2015, Sarah Held

Die Girl Gangs against Street Harassment verstehen sich als feministische Kommunikationsguerilla die mittels leicht zugänglicher bzw. umsetzbarer Street Art Techniken Zeichen gegen Alltagssexismen im öffentlichen Raum setzt. Dezidiertes Ziel ist, mittels subversiv-künstlerischer Interventionen Street Harassment als soziales Problem zu kennzeichnen und dem entgegenzuwirken. Die öffentlich installierten Girl Gangs sollen sexualisierte Werbenarrative im urbanen Raum stören und versuchen Weiblichkeitsbilder zu diversifizieren. Zum ganzen Artikel


Wenn unser starker Arm es will…? Einige Gedanken zu Widersprüchen und Solidaritäten im Feld bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit

14.09.2015, Anna Köster-Eiserfunke

In diesem Jahr haben die Tarifauseinandersetzung in den Sozial- und Erziehungsdiensten, der Streik im Berliner Charité-Krankenhaus, aber auch eher unbemerkte Konflikte, wie die Auseinandersetzungen um einen besseren Tarifvertrag der Hamburger Assistenz Genossenschaft (HAG), gezeigt, dass sich Arbeitskämpfe im Care-Bereich entwickeln, die die Krise sozialer Reproduktion in den Blick nehmen. Diese Arbeitskämpfe fordern bessere Arbeitsbedingungen und die Anerkennung von Care-Tätigkeiten als notwendige und qualifizierte Arbeit. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, um über widersprüchliche Interessen und solidarische Praxen im Feld un-/bezahlter Sorgearbeit nachzudenken. Den Ausgangspunkt meiner Überlegungen bildet dabei der feministische Anspruch, unbezahlte Haus- und Familienarbeit auch im Falle von Streikauseinandersetzungen nicht auszublenden oder unsichtbar zu machen. Gleichzeitig steht für mich eine solidarische Bezugnahme auf Arbeitskämpfe im schlecht entlohnten Care-Bereich außer Frage. Zum ganzen Artikel


Frauenrevolution in Rojava – und hier?

12.04.2015, Ellen Jaedicke

„Vielleicht ist dies das erste Mal in der Geschichte, dass Frauen eine solch aktive Rolle in der Organisierung einer Revolution gespielt haben. Sie kämpfen an der Front, fungieren in Kommandopositionen und nehmen an der Produktion teil. Es gibt keinen Ort in Rojava, an dem keine Frauen zu sehen sind. Sie sind überall und ein Teil von allem.“ Dies schreiben Anja Flach u.a. in dem neu erschienenen Buch „Revolution in Rojava. Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo“. Auch die Mainstream-Medien richten seit Ende 2014 ihre Aufmerksamkeit auf diese Frauen, die eine wesentliche Rolle spielen in den demokratischen Aufbrüchen im nördlichen Syrien. Was heißt das eigentlich für uns und hier?… Zum ganzen Artikel


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Geschlechtertheoretische Diskurse in den USA. Eine subjektive Situierung

Zurzeit bin ich Gastwissenschaftler an der Universität Berkeley, USA, Department Gender and Women Studies. Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch darauf, die US-amerikanischen Debatten im Ganzen darzustellen. Er soll vielmehr einen subjektiven Überblick geben. Um dieses Vorhaben zu realisieren... mehr

Alternative für Deutschland – Homofeindlich, Heterosexistisch und Antifeministisch

Während die ‘Alternative für Deutschland’ (AfD) bei der vergangenen Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, hat sie nun mit einem Stimmanteil von sieben Prozent den Sprung in das Europaparlament klar geschafft. Ob die innerlich zerrissene AfD damit eine... mehr

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