17.01.2012, Stella Gaertner, Tina Habermann und Iris Nowak
Die akteuellen Verdrängungspolitiken gegenüber Sexarbeiter_innen, aber auch das Schweigen vieler linker stadtpolitischer Bewegungen zu diesem Thema nahm Ragazza, das Hamburger Projekt für drogengebrauchende Sexarbeiterinnen, zum Anlass, in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen internationalen Workshop zu organisieren. Unter dem Titel „Stadt, Prostitution, Vertreibung“ wurden Handlungsstrategien gegen repressive staatliche Politiken und medienträchtige Skandalisierungen diskutiert… Zum ganzen Artikel
15.09.2011, Kathrin Nordmann
Die ersten Frauenhäuser in der BRD wurden in den 1970er Jahren im Kontext der Autonomen Frauenbewegung gegründet. Bis heute sind sie zentraler Bestandteil des Schutz- und Beratungsangebots für von Gewalt betroffene Frauen. In Schleswig-Holstein wurde jedoch die Streichung der Finanzierung des „Autonomen Frauenhaus Wedel“ und des “AWO Frauenhaus Lübeck“ beschlossen und dies trotz hoher Auslastung. Die Begründung ist, dass dort Frauen aus anderen Bundesländern Schutz suchen. Die Sparmaßnahmen sind vor dem Hintergrund einer fehlenden bundesweiten Finanzierungssicherheit der Frauenhäuser zu sehen und folgen einer Politik, die zu Lasten der Opfer von Gewalt geht. Zur Rettung des Frauenhauses Wedel wurde deshalb eine Spendenaktion gestartet.
Insgesamt hat die CDU/FDP Landesregierung Schleswig-Holstein die Einsparung von 48 Frauenhausplätzen beschlossen. Ab Ende 2011 soll die Förderung wegfallen. Die Streichung geschieht ungeachtet der Tatsache, dass Frauenhäuser die einzigen Schutzeinrichtungen für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sind. Jährlich suchen in den ca. 380 Frauenhäusern bundesweit etwa 45.000 Frauen Schutz. Das von den Einsparungen betroffene Frauenhaus Wedel hat 15 Plätze. Pro Jahr werden dort etwa 100 Frauen und deren Kinder aufgenommen, durchschnittlich ist das Haus zu 85% belegt. Die Begründung für die Streichung der Finanzierung ist auch nicht, dass das Frauenhaus zu wenig ausgelastet sei. Die Landesregierung … Zum ganzen Artikel
19.01.2011, Jana Ballenthien
Sexistische Situationen begegnen uns in unserem Alltag immer wieder und stellen uns vor die Aufgabe, einen adäquaten Umgang damit zu finden. Dieser Artikel plädiert dafür, jede Situation in ihrem jeweiligen Kontext als spezifischen Einzelfall zu betrachten, und demnach auf offenes, „nicht-böse-gemeintes“, platt traditionell und sozialpolitisch verankertes sexistisches Verhalten und die diversen Schnittmengen spezifisch zu reagieren. Im Fokus des Artikels steht eine Situation, in der es um eine sprachliche Auseinandersetzung über die in einem TV Werbespot dargestellten Geschlechterrollen geht. Darin wird eine Möglichkeit feministischer Handlungsfähigkeit vorgeschlagen, die die differenzierten Deutungshorizonte sexistischen Handelns versucht zu verstehen und ernst zu nehmen, um auf dieser Grundlage Diskurse zu verhandeln und zu verändern… Zum ganzen Artikel
19.10.2010, Jette Hausotter
Ein neuer deutscher Postfeminismus feiert Emanzipation und unterstützt dabei die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft. Gleichzeitig bietet Popkultur, die das Alltagsverständnis prägt, jungen Frauen Teilhabe an der Konsumkultur um den Preis politischer Kritik. Queerfeministische kapitalismuskritische Interventionen müssen diese Entwicklungen ernst nehmen als Interessenartikulation in veränderten Produktionsverhältnissen. Manches erfordert Widerstreit, anderes eröffnet Räume für queerfeministische Praxis… Zum ganzen Artikel
21.07.2010, Stefanie Lohaus
Das Missy Magazine ist ein Popkulturmagazin für Frauen. Es möchte informieren und gleichzeitig unterhalten. Dabei zeichnet es sich durch eine dezidiert feministische Haltung aus. Anders als Publikationen wie die Emma oder die an.schläge aus Österreich berichtet das Missy Magazine nicht nur über Feminismus. Es betreibt auch keine feministische Theoriebildung wie es in akademischen Publikationen üblich ist. Stattdessen betreibt Missy „angewandten Feminismus“. Das bedeutet: Die Herausgeberinnen versuchen im Rahmen eines Frauen- und Popmagazines, eine feministische Haltung im Umgang mit Themen, Bildern und Sprache zu zeigen. Im Spektrum Zeitschriften sieht Missy sich zwischen Musik/Popkulturzeitschriften, klassischem Frauenmagazin und feministischen Zeitschriften ein. Salopp gesagt: zwischen Intro, Maxi und Emma. Zum ganzen Artikel
8.03.2010, Feministischer Arbeitskreis ‚Schöner leben‘
Feminismus soll gerade für junge Frauen wieder attraktiv gemacht werden. Cool und lässig soll Feminismus sein und das Leben für Frauen schöner machen, so das Credo vieler Bücher. Ist damit Feminismus schon so salonfähig, dass man/Frau darüber gar nicht mehr in gesellschaftskritischer Form sprechen müsste? Dass sich dieser „neue Feminismus“ nicht auf alle Frauen bezieht und sich oftmals nicht als feministische Kritik an der gesamten Gesellschaft versteht, ist scharf zu kritisieren. Deshalb plädiert der „Feministische Arbeitskreis ‚Schöner Leben‘“ aus Münster für eine lokale feministisch gesellschaftskritische Bewusstseinsbildung. Leerstellen wie Rassismus, soziale Spaltungen und ökonomische Ausbeutung, die insbesondere Frauen treffen, zeigen, dass es notwendig ist feministische Widerstandspraxen innerhalb breiter sozialer Bewegungen zu etablieren!… Zum ganzen Artikel
21.10.2009, Christiane Wehr
Gibt es überhaupt queere Kunst? Meine Antwort ist: „ja“. Damit werfe ich eine Reihe weiterer Fragen auf – unter anderem die sehr große Frage „Was ist überhaupt Kunst?“, die für meinen Geschmack zu umfassend ist. Statt einer Antwort wird sich Leser_in mit einer Behauptung arrangieren müssen: Kunst ist das, was zwischen dem Werk und den Betrachtenden entstehen kann. Mich interessieren an dieser Aussage die vielseitigen Formen des Dazwischen und nicht etwa, ob eine derart erweiterte Sichtweise auf Kunst akzeptabel ist oder nicht… Zum ganzen Artikel
25.07.2009, Melanie Groß
Einigen Künstler_innen der riot grrrl und Ladyfest-Szene ist der Durchbruch in den Mainstream gelungen. Le Tigre sind schon längst zu einem Major-Label gewechselt, Peaches schafft es immer öfter aufs Cover angesagter Musikzeitschriften und nun flimmert Beth Ditto über alle Kanäle – dick befreundet mit der Modeindustrie. Was ist von soviel Ruhm zu halten? Kann er als erfolgreiche Intervention in die Zeichenebene des Geschlechterdualismus interpretiert werden oder handelt es sich bei Massentauglichkeit immer gleich nur um Ausverkauf…? Zum ganzen Artikel
27.06.2009, Britta Hoffarth
Geschlechterdarstellungen in populären Medien sind traditionell ein bedeutsames feministisches Thema, da sich in Medien dominante Vorstellungen von sowie ein Alltagswissen über Geschlecht diskursiv kondensieren. Aus feministisch-informierter Perspektive wird in diesem Text eine Szene der Star Trek-Episode mit dem Titel ‘Verbotene Liebe’ (im Original ‘The Outcast’) einem Close Reading unterzogen, welches die Verhandlung von Geschlechterinszenierungen fokussiert… Zum ganzen Artikel
18.04.2009, Melanie Groß
Queer ist inzwischen ein fester Bestandteil der uns umgebenden Popkulturen. Doch wie ist das Verhältnis von Queer und Pop? Um welchen Preis wird Queer Pop? Das Spannungsfeld von Sichtbarkeit und Disziplinierung eröffnet einerseits neue Räume für Identifikationen und überschreitet Grenzen ‚des Normalen’, andererseits begrenzt es diese Räume zugleich. Zum ganzen Artikel
Feministisches Institut Hamburg
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