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	<title>Feministisches Institut Hamburg &#187; Gewalt</title>
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		<title>&#8216;Hottentot Venus&#8217; oder: Fetischismus als Wissenschaftspraxis</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 07:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Ritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Emanzipatorische Wissenschaft hat die Aufgabe, soziale Verh&#228;ltnisse zu analysieren und zu dekonstruieren. Aber auch Gesellschaftskritik ist in historischen und aktuellen Diskursen verankert und bedarf, will sie ihr Potential aussch&#246;pfen, kontinuierlicher Reflexivit&#228;t. Deren Fehlen hat sich im Fall der postkolonialen Rekonstruktionen einer zum anthropologischen Forschungsobjekt des 19. Jahrhunderts diskriminierten Frau als Ausl&#246;ser eines veritablen 'race-and-gender-bias' erwiesen: im Bem&#252;hen, die Geschichte der sogenannten 'Hottentot Venus'  als Beispiel kolonialen Unrechts und Missbrauchs zu thematisieren, werden sexistische und rassistische Stereotype reproduziert. Dar&#252;ber hinaus erschafft die reduktionistische Sicht auf das Ph&#228;nomen 'Hottentottenvenus' eine neuartig fetischisierende Eindimensionalit&#228;t...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Emanzipatorische Wissenschaft hat die Aufgabe, soziale Verh&#228;ltnisse zu analysieren und zu dekonstruieren. Aber auch Gesellschaftskritik ist in historischen und aktuellen Diskursen verankert und bedarf, will sie ihr Potential aussch&#246;pfen, kontinuierlicher Reflexivit&#228;t. Deren Fehlen hat sich im Fall der postkolonialen Rekonstruktionen einer zum anthropologischen Forschungsobjekt des 19. Jahrhunderts diskriminierten Frau als Ausl&#246;ser eines veritablen &#8216;race-and-gender-bias&#8217; erwiesen: im Bem&#252;hen, die Geschichte der sogenannten &#8216;Hottentot Venus&#8217;  als Beispiel kolonialen Unrechts und Missbrauchs zu thematisieren, werden sexistische und rassistische Stereotype reproduziert. Dar&#252;ber hinaus erschafft die reduktionistische Sicht auf das Ph&#228;nomen &#8216;Hottentottenvenus&#8217; eine neuartig fetischisierende Eindimensionalit&#228;t.</strong></p>
<p>Im Zentrum der stilbildenden »Steampunk Trilogy« des US-amerikanischen Science Fiction Autors Paul di Filippo aus dem Jahr 1995 steht eine Novelle, die mit »Hottentots« &#252;berschrieben ist. Die Erz&#228;hlung vermischt Historie und Fiktion, Rassismusgeschichte und Wissenschaftskritik, Abenteuerroman und Satire. Sie spielt im viktorianischen Zeitalter und beschreibt die abstrus-spektakul&#228;re Jagd nach einem Fetisch, n&#228;mlich den sezierten und eingelegten Genitalien der sogenannten &#8216;Hottentottenvenus&#8217;. Jener Figur liegt die Geschichte der realen Person Sarah Baartman zugrunde.</p>
<p>1810 reiste sie aus Kapstadt nach London und wurde dort ethnopornographisch zur Schau gestellt. Dabei stand ihr Hintern im Fokus der Werbeplakate, der Shows und der &#246;ffentlichen Aufmerksamkeit. Ein ausladendes Ges&#228;&#223;, diffamiert als &#8216;Fettstei&#223;&#8217;, geh&#246;rte wie auch &#8216;h&#228;ngende Br&#252;ste&#8217; und &#8216;&#252;bergro&#223;e Schamlippen&#8217; zu den stereotypisierenden Zuschreibungen, die die europ&#228;ische Welt seit vielen Jahrzehnten f&#252;r indigene S&#252;dafrikanerinnen bereithielt und mit deren Hilfe diese sowohl als monstr&#246;se Ungestalten wie auch als sexualisierte Attraktionen dargestellt wurden. Entsprechend zeigte man Sarah Baartman als dressiertes wildes Tier in einem K&#228;fig. Zugleich gab es aber auch die hocherotisierte, begehrende Sicht auf sie, wof&#252;r das Ges&#228;&#223; und die ihre Genitalien bedeckende Sch&#252;rze standen.</p>
<p>1814 kam Sarah Baartman nach Paris. Dort wurde sie nicht nur von zahlendem Publikum als &#8216;Vénus hottentote&#8217; bestaunt, sondern auch von den f&#252;hrenden Anthropologen begutachtet: Georges Cuvier, Begr&#252;nder der vergleichenden Anatomie, verma&#223; ihren lebendigen Leib als den einer &#8216;typischen Hottentottin&#8217;. Nach ihrem Tod 1815 wurde ihr Leichnam von ihm zum exemplarischen weiblichen Rassenk&#246;rper seziert. Bei dieser Gelegenheit entnahm Cuvier nicht nur ihr Gehirn, sondern auch ihr Geschlechtsteil, das seiner Meinung nach bewies, dass es die mysteri&#246;se &#8216;Hottentottensch&#252;rze&#8217;, eine &#252;berm&#228;&#223;ige Vergr&#246;&#223;erung der inneren Schamlippen, als Zeichen minderwertiger Wildheit gebe. Nach der Sektion, die Cuvier in einem Bericht des Jahres 1817 minuti&#246;s dokumentiert hat, wurden ein kolorierter Gipsabdruck des toten K&#246;rpers sowie Sarah Baartmans Skelett bis 1982 im Pariser Musée de l&#8217;Homme ausgestellt und ihr Gehirn und ihre Genitalien im Magazin verwahrt. Diese k&#246;rperlichen &#220;berreste wurden am 9. August 2002 nach jahrelangem diplomatischem Tauziehen zwischen Frankreich und S&#252;dafrika in der N&#228;he von Kapstadt in einem Staatsakt beigesetzt.</p>
<p>Di Filippo hat aus dieser in Wissenschaft, Politik und Kunst stark ventilierten Geschichte eine R&#228;uberpistole gemacht, in der Cuvier als Schwarzmagier aus der &#8216;Hottentottensch&#252;rze&#8217; einen Fetisch zaubert. Zauberk&#252;nste aber sind keineswegs n&#246;tig, um eine Person auf ihren K&#246;rper oder gar einen Teil davon zur&#252;ckzuschneiden; vielmehr handelt es sich bei solchen Operationen um sozial antrainierte Handlungen, die &#8216;die Anderen&#8217; zum Objekt degradieren: »Dieses Ersetzen des <em>Ganzen</em> durch ein <em>Teil</em>, eines <em>Subjekts</em> durch ein <em>Ding</em> &#8211; ein Objekt, ein Organ, ein K&#246;rperteil &#8211; ist der Effekt einer sehr wichtigen Repr&#228;sentationspraxis &#8211; <em>Fetischismus</em>«, schreibt Stuart Hall in »Das Spektakel des &#8216;Anderen&#8217;«. Die Zerst&#252;ckelung Sarah Baartmans durch Cuvier, die Pr&#228;sentation ihres Sch&#228;dels und ihrer Knochen im Musée de l&#8217;Homme und die Pr&#228;paration ihres Hirns und ihrer Vulva, war ein entmenschlichender Sch&#228;ndungsakt, in dessen Mittelpunkt die Verifikation alter Zuschreibungen an weiblich-&#8217;hottentottische&#8217; Genitalien stand.</p>
<p>Initiiert durch Beitr&#228;ge des kritischen Biologen Stephen J. Gould und des Kulturwissenschaftlers Sander L. Gilman wurde &#8216;die Hottentottenvenus&#8217; seit den 1980er Jahren zum Standardbeispiel postkolonialer Theoriebildung. Auch Stuart Hall schilderte den Fall in seinen &#220;berlegungen zu Ideologie, Identit&#228;t und Repr&#228;sentation. Was ihm wie seinem Stichwortgeber Gilman nicht bewusst gewesen zu scheint ist, dass die Kritik selbst durch ihre Darstellungsweise der &#8216;Hottentottenvenus&#8217; nicht nur Gefahr l&#228;uft, die Zurschaustellung Sarah Baartmans zu reproduzieren. Vielmehr beschr&#228;nkt sie sich in ihrem analytischen Bem&#252;hen auf die Explikation ihrer angeblich abnormen Geschlechtlichkeit. Gould, Gilman und Hall ignorieren, was den von ihnen herangezogenen Quellen m&#252;helos zu entnehmen ist: dass Cuvier durchaus auch Sarah Baartmans Gehirn seziert und eingelegt hat, dass ihr Sch&#228;del im anthropologischen Museum zu besichtigen war, dass beides f&#252;r die Anthropologie des 19. Jahrhundert bedeutsam gewesen ist und dass es zur Rede von abnorm-pathologisch-hypersexualisierten &#8216;Schwarzen&#8217; immer Gegendiskurse gab. Stattdessen schreibt Stuart Hall, dass Sarah Baartman auf ihren K&#246;rper »und ihr K&#246;rper wiederum [...] auf ihre Geschlechtsorgane reduziert« wurde. Eine Tafel aus einem Grundlagenwerk der Kriminalanthropologie, die sechs als deviant markierte Vulven zeigt, dient dieser Behauptung als  Illustration &#8211; ohne dass diese Abbildungen analytischen Surplus b&#246;ten oder mit der &#8216;Hottentottenvenus&#8217; in direktem Zusammenhang st&#252;nden. Im von ihm selbst so definierten Sinne erscheint Fetischismus als ein wesentliches  Element seiner Vorstellung von Sarah Baartman, denn auch er repr&#228;sentiert sie in Text und Bild dezidiert durch ein Fragment, das obendrein  noch pornographisch ist.</p>
<p>Nach Hall bedeutet Fetischismus, »die Ersetzung einer [...] verbotenen Kraft durch ein &#8216;Objekt&#8217;«. Im Falle Sarah Baartmans wurde angeblich »der Blick des Betrachters von ihren Genitalien, dem Objekt seiner wirklichen sexuellen Obsession, auf ihr Hinterteil <em>verschoben.</em>« Diese Verschiebung aber ist das Werk derer, die sich eindimensional auf den Umgang mit den sezierten Genitalien kapriziert und s&#228;mtliche weiteren anthropologischen und allgemein kulturalistischen Operationen Cuviers und seiner Nachfolger ausgeblendet haben. Nur so konnte aus dem &#252;ppigen Hintern, der, wie viele zeitgen&#246;ssische Beispiele zeigen, dem herrschendem Begehren entsprochen hatte und zum »zeitgeist of the late Georgian Britain« wie zum modischen Cul de Paris geh&#246;rte, ein fetischisierter Signifikant f&#252;r abnorme weibliche Geschlechtsteile werden. Indem sie die Ergebnisse sozialer Zurichtung des K&#246;rpers unreflektiert gelassen hat und die kulturellen Dimensionen von K&#246;rperlichkeit ausgeklammert lie&#223;, hat die antirassistische Wissenschaft ungewollt rassistische Stereotype fortgeschrieben und einen neuen Fetisch kreiert, der f&#252;r eine Figur steht, die das 19. Jahrhundert so monochrom und eindimensional nie vor Augen hatte: die hypersexualisierte Hottentottin.</p>
<p><strong>Weiterf&#252;hrende Literatur:</strong></p>
<ul>
<li>Gilman, Sander L.: Hottentottin und Prostituierte. Zu einer Ikonographie der sexualisierten Frau. In: Ders.: Rasse, Sexualit&#228;t und Seuche. Reinbek 1992: Rowohlt, S. 119-154.</li>
<li></li>
<li>Hall, Stuart: Das Spektakel des &#8216;Anderen&#8217;. In: Ders.: Ideologie &#8211; Identit&#228;t &#8211; Repr&#228;sentation. Ausgew&#228;hlte Schriften 4. Hamburg 2004: Argument, S. 108-166.</li>
<li></li>
<li>Magubane, Zine: Which Bodies Matter? Feminism, Poststructuralism, Race, and the Curious Theoretical Odyssey of the &#8216;Hottentot Venus&#8217;. In: Gender &amp; Society, 15, 2001, 6, S. 816-834.</li>
<li></li>
<li>Ritter, Sabine: &#8216;Présenter les organes génitaux&#8217;. Sarah Baartman und die Konstruktion der Hottentottenvenus. In: Wulf D. Hund (Hg.): Entfremdete K&#246;rper. Rassismus und Leichensch&#228;ndung. Bielefeld 2009: transcript, S. 117-163.</li>
<li></li>
</ul>
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		<title>Gewalt gegen Frauen &#8211; Vom beherzten Eingreifen und seinen Folgen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 18:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melanie Groß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Nacht von Samstag auf Sonntag am vergangenen Wochenende griff ein Mann seine Freundin auf einer Stra&#223;e in Hamburg an, w&#252;rgte und schlug sie. Es eilten Menschen zu Hilfe und wehrten den Mann mit Reizgas ab. Dieser ging in seine Wohnung und bewaffnete sich mit zwei Messern. Als er mit diesen wieder auf der Stra&#223;e erschien, riefen PassantInnen die Polizei. Zwei Funkstreifen kamen, um einzugreifen. Diese Geschichte k&#246;nnte hier enden und das Gef&#252;hl hinterlassen, dass Menschen eingreifen, wenn Frauen von Lebensgef&#228;hrten, Ex-Freunden oder Ehem&#228;nnern angegriffen werden. Sie k&#246;nnte Mut machen. Aber leider ist sie nur zur H&#228;lfte erz&#228;hlt, denn diese Szene spielte sich vor dem Autonomen Zentrum Rote Flora ab und die Eskalation nahm ihren Lauf. Es wurde eine Geschichte von Repression gegen ein linkes Zentrum und von Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>In der Nacht von Samstag auf Sonntag am vergangenen Wochenende griff ein Mann seine Freundin auf einer Stra&#223;e in Hamburg an, w&#252;rgte und schlug sie. Es eilten Menschen zu Hilfe und wehrten den Mann mit Reizgas ab. Dieser ging in seine Wohnung und bewaffnete sich mit zwei Messern. Als er mit diesen wieder auf der Stra&#223;e erschien, riefen PassantInnen die Polizei. Zwei Funkstreifen kamen, um einzugreifen. Diese Geschichte k&#246;nnte hier enden und das Gef&#252;hl hinterlassen, dass Menschen eingreifen, wenn Frauen von Lebensgef&#228;hrten, Ex-Freunden oder Ehem&#228;nnern angegriffen werden. Sie k&#246;nnte Mut machen. Aber leider ist sie nur zur H&#228;lfte erz&#228;hlt, denn diese Szene spielte sich vor dem Autonomen Zentrum Rote Flora ab und die Eskalation nahm ihren Lauf. Es wurde eine Geschichte von Repression gegen ein linkes Zentrum und von Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen.</strong></p>
<p>Die PolizeibeamtInnen wollten n&#228;mlich nicht nur den Angreifer mitnehmen, sondern auch einen derjenigen aus der Roten Flora, die der jungen Frau zu Hilfe geeilt waren. Da Reizgas verwendet wurde, wurde pl&#246;tzlich einer der Helfenden als T&#228;ter eingesch&#228;tzt, der daraufhin festgenommen werden sollte. Dies wurde von den Umstehenden mit Unmut aufgenommen und es kam zu Auseinandersetzungen mit den PolizeibeamtInnen. Was genau geschah, ist schwer zu sagen, jedenfalls wurde der Helfer wohl befreit und das Polizeiauto besch&#228;digt. Hierauf folgte eine massive Eskalation der Ereignisse: Mit der Begr&#252;ndung, diejenigen, die den Gefangenen befreit hatten, h&#228;tten sich in der Roten Flora verschanzt, wurde diese schlie&#223;lich von Bereitschaftspolizei umstellt, ein Polizeihubschrauber kreiste &#252;ber dem Geb&#228;ude und mehrere Wasserwerfer wurden aufgefahren &#8211; insgesamt waren 370 PolizeibeamtInnen im Einsatz. Gegen 11.30 Uhr am Sonntag wurde die Rote Flora schlie&#223;lich gest&#252;rmt. Alle sich noch darin befindlichen Personen wurden u.a. mit den Vorw&#252;rfen des Landfriedenbruchs, Gefangenenbefreiung und Sachbesch&#228;digung in Gewahrsam genommen.</p>
<p>Kurz darauf erschienen die ersten (Re)Konstruktionen in der Presse: Radio 90,3 beispielsweise spricht in einem kurzen Beitrag als Ausl&#246;ser des Polizeieinsatzes schlicht von einem &#8220;Beziehungsstreit&#8221; (<a href="http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/flora102.html">Radio 90,3 Beitrag vom 6.07.08</a> rechts im Kasten &#8220;Audio&#8221;). Der gewaltt&#228;tige Angriff wird durch solche Berichterstattung v&#246;llig bagatellisiert &#8211; die Hamburger Morgenpost schreibt sogar von P&#228;rchen-Zoff und meint dazu: &#8220;Ein P&#228;rchen zankt sich lautstark. Nichts besonders in der Schanze.&#8221; (<a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2008/20080707/hamburg/politik/grosseinsatz_weil_sich_ein_paerchen_zoffte.html">MoPo Artikel vom 07.07.08</a>). So wird unter der Hand ein gewaltt&#228;tiger Angriff eines Mannes auf seine Freundin normalisiert: Zum einen erscheint es als v&#246;llig normal, dass Frauen geschlagen und gew&#252;rgt werden, zum anderen wird Gewalt in Beziehungen hier als ein Privatproblem verharmlost und damit die gesellschaftlichte Bedingtheit dieser Gewalt v&#246;llig ausgeblendet.</p>
<p>Der NDR schreibt lediglich von &#8220;Personen, die in Streit geraten&#8221; seien (<a href="http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/flora100.html">NDR Artikel vom 06.07.08</a>) und verzichtet in einem weiteren Artikel g&#228;nzlich auf die Vorgeschichte der Ereignisse (<a href="http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/flora102.html">NDR Artikel vom 07.07.08</a>). Dies mag auch daran liegen, dass im zuerst ver&#246;ffentlichten Polizeibericht, der scheinbar einfach &#252;bernommen wurde, keine Informationen zu dem &#220;begriff des Mannes auf seine Freundin standen. Der Bericht wurde wohl inzwischen &#252;berarbeitet und um die Vorgeschichte erg&#228;nzt (<a href="http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6337/1223638/polizei_hamburg">Pressebericht vom 06.07.08 16:42 Uhr</a>).</p>
<p>Die Ereignisse vom Wochenende verweisen m.E. auf zweierlei: Erstens ist es ein unglaubliches Vorgehen, Personen, die in Gewaltakte eingreifen &#8211; auch wenn sie dies mit Reizgas tun, allein schon um sich selbst zu sch&#252;tzen &#8211; festnehmen zu wollen. Mit solchen Eins&#228;tzen straft die Polizei ihre eigenen Werbekampagnen l&#252;gen, die vom &#8220;Hinsehen&#8221;, &#8220;Eingreifen&#8221; und von &#8220;Zivilcourage&#8221; sprechen. Die St&#252;rmung der Roten Flora, der Einsatz von 370 PolizistInnen, Wasserwerfern und einem Hubschrauber ist eine polizeiliche Eskalation der Ereignisse und nicht nachvollziehbar. Es wird sich zeigen, ob dies nun die neue Politik der Hamburger Polizei ist, auch unter Beteiligung der GAL in der Regierung regelm&#228;&#223;ig mit Repression und Durchsuchungen gegen das linke Zentrum vorzugehen. Die taz berichtet in diesem Zusammenhang von Insider-Informationen, nach denen die Hamburger Polizei jeden Vorwand nutzen will, die Rote Flora zu durchsuchen (<a href="http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig=2008%2F07%2F08%2Fa0016&amp;cHash=7536a7f868">taz vom 08.07.08</a>).</p>
<p>Zweitens ist es nicht hinnehmbar, wie in den genannten Presseberichten mit Gewalt in Beziehungen umgegangen wird. Sexistische gewaltt&#228;tige Angriffe m&#252;ssen als solche benannt werden, wenn wir uns nicht damit abfinden wollen, dass Gewalt gegen Frauen als allt&#228;glich und normal eingesch&#228;tzt wird. M&#246;glicherweise w&#228;re es eine wichtige politische Strategie, die vielf&#228;ltigen interaktiven M&#246;glichkeiten, die die Presse im Internet anbietet &#8211; seien es Foren, Blogs oder email-Funktionen f&#252;r LeserInnenbriefe &#8211; massiv zu nutzen, wenn wieder einmal gewaltt&#228;tige Verh&#228;ltnisse als Normalit&#228;t dargestellt werden. Dar&#252;ber hinaus ist und bleibt es ein Skandal, dass immer &#246;fter komplette Polizeiberichte gedruckt werden, statt recherchierte Artikel zu ver&#246;ffentlichen, in denen zumindest auch die Beschuldigten zu Wort kommen &#8211; in diesem Fall lag bereits am Sonntag Nachmittag eine Erkl&#228;rung der Roten Flora zu den Ereignissen vor (<a href="http://de.indymedia.org/2008/07/221425.shtml">Rote Flora Erkl&#228;rung vom 06.07.08 15:16 Uhr</a>).</p>
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		<title>&#8220;Die Frau aus dem Folter-Gef&#228;ngnis Abu Ghraib&#8221; &#8211; Die mediale Vergeschlechtlichung des &#8220;Folterskandals&#8221;</title>
		<link>http://www.feministisches-institut.de/folter/</link>
		<comments>http://www.feministisches-institut.de/folter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 13:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susan Banihaschemi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gewalt]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiblichkeit pr&#228;sentiert sich heute vielf&#228;ltig und widerspr&#252;chlich. Krieg und Gewalt erscheinen gegenw&#228;rtig nicht mehr als reine M&#228;nnerdom&#228;ne. Immer mehr Frauen befinden sich als Soldatinnen in h&#246;heren milit&#228;rischen Positionen und bef&#252;rworten milit&#228;rische Interventionen. Vor knapp vier Jahren im April 2004 kam es w&#228;hrend des Irak-Kriegs in den Medien zur Ver&#246;ffentlichung von Bildern aus dem Abu-Ghraib-Gef&#228;ngnis, die US-amerikanische Soldaten und Soldatinnen beim Praktizieren von Folterhandlungen an irakischen Gefangenen zeigten. Hierbei waren deutlich mehrere Soldatinnen als Gewalt-T&#228;terinnen zu erkennen. Die &#246;ffentliche Wahrnehmung widmete insbesondere einer Frau - der Soldatin Lynndie England - als T&#228;terin gro&#223;es Interesse. Auch heute noch ist ihr Gesicht in den Medien pr&#228;sent. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Stern" vom 17. M&#228;rz 2008 widmet ihr vier Jahre nach den Geschehnissen die Titelstory: "Die Frau aus dem Folter-Gef&#228;ngnis Abu Ghraib". Lynndie England scheint nicht nur gegen Normen der Rechtsordnung, sondern auch gegen Normen der Geschlechterordnung zu versto&#223;en.Im vorliegenden Artikel wird die Berichterstattung der Medien &#252;ber den "Folterskandal Abu Ghraib" als ein Ort der sozialen, diskursiven Konstruktion von Geschlecht begriffen und der Frage nachgegangen, wie Frauen als T&#228;terinnen in der Berichterstattung vorstellbar gemacht werden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="einleitung"><strong>Weiblichkeit pr&#228;sentiert sich heute vielf&#228;ltig und widerspr&#252;chlich. Krieg und Gewalt erscheinen gegenw&#228;rtig nicht mehr als reine M&#228;nnerdom&#228;ne. Immer mehr Frauen befinden sich als Soldatinnen in h&#246;heren milit&#228;rischen Positionen und bef&#252;rworten milit&#228;rische Interventionen. Vor knapp vier Jahren im April 2004 kam es w&#228;hrend des Irak-Kriegs in den Medien zur Ver&#246;ffentlichung von Bildern aus dem Abu-Ghraib-Gef&#228;ngnis, die US-amerikanische Soldaten und Soldatinnen beim Praktizieren von Folterhandlungen an irakischen Gefangenen zeigten. Hierbei waren deutlich mehrere Soldatinnen als Gewalt-T&#228;terinnen zu erkennen. Die &#246;ffentliche Wahrnehmung widmete insbesondere einer Frau &#8211; der Soldatin Lynndie England &#8211; als T&#228;terin gro&#223;es Interesse. Auch heute noch ist ihr Gesicht in den Medien pr&#228;sent. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Stern&#8221; vom 17. M&#228;rz 2008 widmet ihr vier Jahre nach den Geschehnissen die Titelstory: <a href="http://www.stern.de/magazin/heft/614420.html">&#8220;Die Frau aus dem Folter-Gef&#228;ngnis Abu Ghraib&#8221;</a>.  Lynndie England scheint nicht nur gegen Normen der Rechtsordnung, sondern auch gegen Normen der Geschlechterordnung zu versto&#223;en.Im vorliegenden Artikel wird die Berichterstattung der Medien &#252;ber den &#8220;Folterskandal Abu Ghraib&#8221; als ein Ort der sozialen, diskursiven Konstruktion von Geschlecht begriffen und der Frage nachgegangen, wie Frauen als T&#228;terinnen in der Berichterstattung vorstellbar gemacht werden.</strong></p>
<h3>Diskursive Strategien der Vergeschlechtlichung weiblicher T&#228;terschaft: Wie sind Frauen als T&#228;terinnen vorstellbar?</h3>
<p>In der medialen Berichterstattung &#252;ber den &#8220;Folterskandal Abu Ghraib&#8221; spielt Geschlecht, vor allem Weiblichkeit eine besondere Rolle. An der Darstellung der folternden Soldatin Lynndie England lassen sich f&#252;nf diskursive Strategien der Vergeschlechtlichung weiblicher T&#228;terschaft nachzeichnen.</p>
<p>&#8220;(…) ausgerechnet die kleine Lynndie England im Irak&#8221; (<a href="http://www.welt.de/print-welt/article312224/Eine_elende_Domina.html">Welt, 08.05.2004</a>).  Die erste in der Berichterstattung untersuchte diskursive Strategie der Vergeschlechtlichung weiblicher T&#228;terschaft ist die <strong>Infantilisierung</strong>.  Die Darstellung der Person Lynndie Englands zeigt, wie das Bild der jungen Naiven ohne eigene Willensbildung konstruiert wird. Lynndie England wird qua Alter und Geschlecht die Verantwortlichkeit f&#252;r die begangenen Taten abgesprochen. Auch die <strong>Seduktion</strong> als eine weitere diskursive Strategie der Vergeschlechtlichung weiblicher T&#228;terschaft, die sich durch das Aufzeigen des Bildes der durch Liebe verf&#252;hrten auszeichnet, spricht England individuelle Verantwortung ab. Hierbei spielt das Verh&#228;ltnis zwischen ihr und dem Soldaten Charles Graner als dem Verf&#252;hrer sowie die daraus hervorgegangene Schwangerschaft in der Berichterstattung eine besondere Rolle. &#8220;Ins Innere der Anstalt zog es die junge Frau dann, weil sie in Liebe zum Feldwebel Charles Graner, 35, entbrannt war&#8221; (<a title="Artikel des Spiegel als PDF" href="http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=30833335&amp;aref=image035/E0420/ROSP200402001040105.PDF&amp;thumb=false">Spiegel 10.05.2004, PDF</a>).  Die durch den eigentlichen Hauptt&#228;ter Charles Graner verf&#252;hrte Lynndie England erscheint hier lediglich als die passive, untergeordnete Gehilfin. Auch durch die dritte diskursive Strategie, die ich als <strong>Viktimisierung</strong> bezeichne, wird ihre individuelle Verantwortung bestritten und sie wird als passiv und von anderen benutzt dargestellt. Jedoch wird dadurch nicht das Bild der durch Liebe Verf&#252;hrten gezeichnet, sondern allgemeiner das Bild des Opfers der sozialen Umst&#228;nde. Hier werden Englands Sozialisation, ihre Erziehung, ihr soziales Herkunftsmilieus sowie &#246;konomische Hintergr&#252;nde, wie Geldnot angef&#252;hrt. Die viktimisierte T&#228;terin wird entsprechend als Opfer der Anpassung an &#8220;M&#228;nnerb&#252;ndnisse&#8221; oder sehr allgemein als Opfer des Patriarchats beschrieben (<a href="http://www.emma.de/596.html">Emma, Nr.4, 2004</a>).</p>
<p>Das Bild von einer letztlich doch unschuldigen Weiblichkeit ohne individuelle Verantwortlichkeit f&#252;r die begangenen Taten, sei es wegen kindlicher Naivit&#228;t, Verf&#252;hrung aus Liebe oder wegen des Opferstatus, findet sein Gegenst&#252;ck im Bild der devianten, grausamen Frau bzw. dem Bild der Bestie. Diese in der Berichterstattung h&#228;ufig benutzten Darstellungen habe ich als die diskursive Strategie der <strong>Pathologisierung</strong> weiblicher T&#228;terschaft benannt. Bezeichnungen wie &#8220;sadistische Foltermagd&#8221;, &#8220;Fratze des b&#246;sen Amerika&#8221;,                      &#8220;wilder Teufelsbraten&#8221; (<a href="http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/469/31438/">S&#252;deutsche Zeitung, 08.05.2008</a>) sind das Pendant einer z.B. durch kindliche Naivit&#228;t oder durch Betonung des Opferstatus unschuldigen Weiblichkeit. Durch d&#228;monisierende und insbesondere auch skandalisierende Beschreibungen der Person Englands findet zudem eine Entmenschlichung statt. Ihre Taten erscheinen als ein unnormaler Einzelfall und eine absolute Ausnahme. Weibliche Gewalt wird somit in den Bereich individueller Abnormit&#228;t verschoben. In der Berichterstattung werden die durch Pathologisierung weiblicher Gewalt begangenen Verbrechen h&#228;ufig mit Sexualit&#228;t begr&#252;ndet. Bei den sexualisierenden Beschreibungen der Ereignisse in Abu Ghraib als Exzess oder Orgien werden auch Vergleiche zur Pornographie bem&#252;ht. So wird Abu Ghraib gleichzeitig als Ort von &#8220;unkontrollierten Exzessen&#8221; und als Ort einer geplanten (Porno)-Inszenierung beschrieben. Dabei wird ein Zusammenhang von Exzessen, pornographischer Darstellung und Beteiligung von Frauen herausgestellt. Zudem wird Lynndie England h&#228;ufig ein besonderer Sadismus, eine Perversion und vor allem Lust an den Taten zugeschrieben. &#8220;Lynndie Englands Grinsen verr&#228;t Genuss, nicht Unsicherheit, keine Spur von Angst&#8221; (<a href="http://www.welt.de/print-welt/article312224/Eine_elende_Domina.html">Welt, 08.05.2004</a>). Diese Zuschreibungen sind                      typisch f&#252;r die f&#252;nfte und letzte diskursive Strategie der <strong>Sexualisierung und Pornographisierung</strong> in der Berichterstattung. Mit dem Bild einer abnormen Sexualit&#228;t wird Lynndie England als ohne moralische Urteilskraft und allein durch ihren sexuellen Trieb und ihre Lust gesteuert dargestellt.</p>
<p>Zusammenfassend wurden diese f&#252;nf diskursiven Strategien der Vergeschlechtlichung weiblicher T&#228;terschaft in der untersuchten Berichterstattung ausgemacht, die ineinander vermischt vorkommen und sich gegenseitig zu stabilisieren scheinen. Auffallend ist, dass h&#228;ufig alle Strategien bei der Berichterstattung insgesamt und auch in einzelnen Artikeln gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Eigenm&#228;chtige Handlungen weiblicher T&#228;terschaft werden einerseits negiert und eine letztlich unschuldige Weiblichkeit dargestellt wie bei den diskursiven Strategien der Infantilisierung, der Seduktion und der Viktimisierung. Hierdurch erf&#228;hrt Lynndie England eine Entlastung von der T&#228;terschaft. Andererseits wird durch die Pathologisierung und die Sexualisierung bzw. Pornographisierung weibliche T&#228;terschaft als eine absolute Ausnahme dargestellt und die Gewalttaten erscheinen als unnormaler Einzelfall. Dabei hat das Bild von weiblicher Unschuld sein Gegenst&#252;ck im Bild der grausamen und devianten Frau. Diese dichotomen Weiblichkeitskonstruktionen sind zumindest in der westlichen Welt schon lange etablierte Konstruktionen.</p>
<p>Wie sind also weibliche T&#228;terinnen vorstellbar? Auch wenn die untersuchte Berichterstattung zeigt, dass Weiblichkeit durchaus vielf&#228;ltig dargestellt wird, zeigt die in der Berichterstattung vorzufindende besondere Schockierung dar&#252;ber, wie denn Frauen zu &#8220;T&#228;terinnen&#8221;, zu &#8220;gewaltt&#228;tigen Folterinnen&#8221; werden konnten, das zugrundeliegende Verst&#228;ndnis von einer weiblichen Friedfertigkeit. Hier offenbart sich die Unvereinbarkeit von Weiblichkeit, Gewalt und T&#228;terschaft. Die dichotomen Weiblichkeitskonstruktionen k&#246;nnen als R&#252;ckgriff auf tradiertes Wissen beschrieben werden. Das gespaltene Frauenbild findet sich bereits in der Polarisierung von Ehefrau vs. Geliebter, von Mutter vs. Hure, Heiliger vs. S&#252;nderin, eine Aufteilung in reine und d&#228;monische Bilder. Beide Seiten dieser konstruierten Weiblichkeitsbilder sind dabei stets aufeinander bezogen (vgl. Eschenbach 2003: 98). Allen diskursiven Strategien ist gemeinsam, dass sie die T&#228;terin als nicht selbstverantwortlich handelnde Person zeichnen, welche bewusst eigene Entscheidungen treffen kann. Der folternden Frau werden bei den Taten keine eigenen moralischen Entscheidungen oder Einsichten zugestanden. Trotz gesellschaftspolitischer Ver&#228;nderungen wie der &#214;ffnung des Milit&#228;rs f&#252;r Frauen und der direkten Beteiligung von Frauen an Krieg und Gewalt, besitzt die traditionelle essentialistische Vorstellung von friedfertiger Weiblichkeit nach wie vor enorme G&#252;ltigkeit.</p>
<h3>Verwendete Literatur:</h3>
<ul>
<li>Eschenbach, Insa: Gespaltene Frauenbilder: Geschlechterdramaturgien im juristischenostdeutschen Diskurs, in: Weckel, Ulrike/Wolfrum, Edgar (Hgg.): &#8220;Bestien&#8221; und &#8220;Befehlsempf&#228;nger&#8221;. Frauen und M&#228;nner in NS-Prozessen nach 1945, G&#246;ttingen 2003, S. 99-106</li>
</ul>
<div>
<hr /></div>
<p>Diesem Artikel liegen die Ergebnisse einer diskursanalytischen Untersuchung zugrunde, welche die Autorin im Rahmen ihrer Diplomarbeit: &#8220;Foltern Frauen wie M&#228;nner?&#8221; Eine diskursanalytische Betrachtung der medialen Vergeschlechtlichung des &#8220;Folterskandals Abu Ghraib&#8221; vorgenommen habe. Den Materialkorpus der Analyse bilden 262 Printmedienartikel &#252;ber den &#8220;Folterskandal&#8221; aus sechs auflagenstarken &#252;berregionalen Printmedien verschiedener politischer Provenienz, welche sich um die so genannte politische Mitte formieren. Ein ausf&#252;hrlicher Artikel hierzu befindet sich in <a title="Artikel im IFF Info als PDF" href="http://www.uni-bielefeld.de/IFF/aktuelles/IFFInfoSS06.pdf">IFF Info</a> &#8211;                        Zeitschrift des Interdisziplin&#228;ren Zentrums f&#252;r Frauen- und Geschlechterforschung, 2006, 23 Jg., Nr. 31</p>
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