Navigation




Gewalt

Alternative für Deutschland – Homofeindlich, Heterosexistisch und Antifeministisch

30.06.2014, Lisa Luckschus und Lars-Arne Raffel

Während die ‘Alternative für Deutschland’ (AfD) bei der vergangenen Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, hat sie nun mit einem Stimmanteil von sieben Prozent den Sprung in das Europaparlament klar geschafft. Ob die innerlich zerrissene AfD damit eine Stabilisierung erfährt und sich einen festen Platz in der Parteienlandschaft sichern kann, wird sich zeigen… Zum ganzen Artikel


smash it all – smash sexism – Kongressbericht

16.02.2014, smash it all

Im Jahr 2013 wurden viele Diskussionen über Sexismus und sexualisierte Gewalt in den Medien geführt. Dabei kam es selten zu differenzierten Analysen über Herrschaftsverhältnisse, die mit sexualisierter Gewalt verbunden sind. Ein Versäumnis, das wir auch innerhalb der radikalen Linken feststellen, weshalb wir im Juli 2013 den Kongress smash it all_smash sexism zum Themenkomplex Sexismus und sexualisierte Gewalt in der Roten Flora in Hamburg veranstaltet haben. Zum ganzen Artikel


Polizei und Sexismus: Erfahrungen mit den Vertreter*innen der Exekutive

8.04.2012, Jana Ballenthien und Kathrin Ganz

Im Kontakt mit der Polizei müssen Menschen aller Geschlechter unverhältnismäßig häufig sexistische Situationen erleben. Sei es in Fällen, wo eine*r sich Hilfe suchend an die Ordnungshüter auf der Wache wendet oder im Rahmen von Personalienfeststellungen, Ingewahrsamnahmen oder Festnahmen. Wir dokumentieren in diesem Text Erfahrungen, die wir und Freundinnen von uns gemacht haben, und beschreiben die Schwierigkeit innerhalb dieser Situationen zu intervenieren oder im Nachgang einen Umgang damit zu finden. Die Falldarstellungen könnten bei Personen, die ähnliches erlebt haben, möglicherweise triggernd wirken… Zum ganzen Artikel


Zum Konzept der “Täuschung” – Einladung zu queer-feministischen Veranstaltungen in Bremen: „Queer-feministische Debatten, Reflexionen und Interventionen“

19.05.2011, Ines Pohlkamp

Queer-feministische Perspektiven setzen an alltagsweltlichen Erzählungen an und positionieren sich herrschafts- und identitätskritisch. Sie stellen Normalitäten in Frage, fokussieren Brüche und gehen davon aus, dass die Suche nach der einen “Wahrheit” vergeblich ist. Die “Täuschung” ist ein Gegenstück der “Wahrheit”. Das Konzept der “Täuschung” zu dekonstruieren ist wesentlicher Bestandteil queer-feministischer Betrachtungen. Um dies nachvollziehbarer zu machen, möchte ich zu einem gedanklichen Vergleich zweier recht unterschiedlicher alltagsweltlicher Beispiele mit den Elementen “Täuschung”, “Betrug” und “Wahrheit” einladen… Zum ganzen Artikel


„Homosexualität ist heilbar!“ – eine queere Perspektive auf Naturalisierungsstrategien in der Ex-Gay-Bewegung

29.03.2011, Hannah Mietke

Ausgehend von den USA haben sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum verschiedene Vereine, Institutionen und Selbsthilfegruppen etabliert, die annehmen, Homosexualität sei eine psychische Krankheit, die „geheilt“ werden kann und sollte. Sie bieten Therapien, Beratungen und Fortbildungen zu dem Thema an, es wird geforscht, publiziert und dieses spezifische Wissen wird u.a. auf Tagungen und Kongressen verbreitet. Hier sollen die Thesen der Bewegung kurz skizziert und anschließend kritisiert werden, indem aus einer queer-theoretisch inspirierten Perspektive heraus die Naturalisierungstechniken aufgezeigt werden, mit denen Heteronormativität stabilisiert wird… Zum ganzen Artikel


‘Hottentot Venus’ oder: Fetischismus als Wissenschaftspraxis

23.09.2009, Sabine Ritter

Emanzipatorische Wissenschaft hat die Aufgabe, soziale Verhältnisse zu analysieren und zu dekonstruieren. Aber auch Gesellschaftskritik ist in historischen und aktuellen Diskursen verankert und bedarf, will sie ihr Potential ausschöpfen, kontinuierlicher Reflexivität. Deren Fehlen hat sich im Fall der postkolonialen Rekonstruktionen einer zum anthropologischen Forschungsobjekt des 19. Jahrhunderts diskriminierten Frau als Auslöser eines veritablen ‘race-and-gender-bias’ erwiesen: im Bemühen, die Geschichte der sogenannten ‘Hottentot Venus’ als Beispiel kolonialen Unrechts und Missbrauchs zu thematisieren, werden sexistische und rassistische Stereotype reproduziert. Darüber hinaus erschafft die reduktionistische Sicht auf das Phänomen ‘Hottentottenvenus’ eine neuartig fetischisierende Eindimensionalität… Zum ganzen Artikel


Gewalt gegen Frauen – Vom beherzten Eingreifen und seinen Folgen

9.07.2008, Melanie Groß

In der Nacht von Samstag auf Sonntag am vergangenen Wochenende griff ein Mann seine Freundin auf einer Straße in Hamburg an, würgte und schlug sie. Es eilten Menschen zu Hilfe und wehrten den Mann mit Reizgas ab. Dieser ging in seine Wohnung und bewaffnete sich mit zwei Messern. Als er mit diesen wieder auf der Straße erschien, riefen PassantInnen die Polizei. Zwei Funkstreifen kamen, um einzugreifen. Diese Geschichte könnte hier enden und das Gefühl hinterlassen, dass Menschen eingreifen, wenn Frauen von Lebensgefährten, Ex-Freunden oder Ehemännern angegriffen werden. Sie könnte Mut machen. Aber leider ist sie nur zur Hälfte erzählt, denn diese Szene spielte sich vor dem Autonomen Zentrum Rote Flora ab und die Eskalation nahm ihren Lauf. Es wurde eine Geschichte von Repression gegen ein linkes Zentrum und von Bagatellisierung von Gewalt gegen Frauen… Zum ganzen Artikel


“Die Frau aus dem Folter-Gefängnis Abu Ghraib” – Die mediale Vergeschlechtlichung des “Folterskandals”

25.03.2008, Susan Banihaschemi

Weiblichkeit präsentiert sich heute vielfältig und widersprüchlich. Krieg und Gewalt erscheinen gegenwärtig nicht mehr als reine Männerdomäne. Immer mehr Frauen befinden sich als Soldatinnen in höheren militärischen Positionen und befürworten militärische Interventionen. Vor knapp vier Jahren im April 2004 kam es während des Irak-Kriegs in den Medien zur Veröffentlichung von Bildern aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis, die US-amerikanische Soldaten und Soldatinnen beim Praktizieren von Folterhandlungen an irakischen Gefangenen zeigten. Hierbei waren deutlich mehrere Soldatinnen als Gewalt-Täterinnen zu erkennen. Die öffentliche Wahrnehmung widmete insbesondere einer Frau – der Soldatin Lynndie England – als Täterin großes Interesse. Auch heute noch ist ihr Gesicht in den Medien präsent. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “Stern” vom 17. März 2008 widmet ihr vier Jahre nach den Geschehnissen die Titelstory: “Die Frau aus dem Folter-Gefängnis Abu Ghraib”. Lynndie England scheint nicht nur gegen Normen der Rechtsordnung, sondern auch gegen Normen der Geschlechterordnung zu verstoßen.Im vorliegenden Artikel wird die Berichterstattung der Medien über den “Folterskandal Abu Ghraib” als ein Ort der sozialen, diskursiven Konstruktion von Geschlecht begriffen und der Frage nachgegangen, wie Frauen als Täterinnen in der Berichterstattung vorstellbar gemacht werden… Zum ganzen Artikel



Weitere Themen

Staatliches Krisenmanagement im Fokus feministischer Kritik

In der New York Times vom 09. Dezember 2008 verweist die Journalistin Linda Hirshman (Hirshman 2009) darauf, dass das beinahe 800 Milliarden schwere US-Konjunkturprogramm mit der Schwerpunktsetzung auf Ausbau alternativer Energien sowie Unterstützung der Bauwirtschaft Männerarbeitsplätze sichert, während... mehr

Die Schleckerfrauen: Der Kapitalismus kennt keine Moral

Die Schlecker-Pleite, Folge einer jahrelangen verfehlten Unternehmenspolitik, bedroht die Existenzen zehntausender Menschen, vor allem Frauen. Die Gründung einer Transfergesellschaft scheiterte am Widerstand der Neoliberalen. Doch auch die Gewerkschaften haben Fehler gemacht. Die Schlecker-Pleite sollte Anlass sein, über eine... mehr

Über Anregungen, Kritiken und andere Positionen freuen wir uns jederzeit: info[at]feministisches-institut.de


Feministisches Institut Hamburg

Telefon: 040 - 42878 - 4005 · Fax: 040 - 42878 - 2081