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Feministische Theorien

Intersektionalität als Mehrebenenanalyse

1.11.2007, Gabriele Winker und Nina Degele

Das Konzept der Intersektionalität ist auf dem besten Weg, zu einem neuen Paradigma in der Geschlechterforschung zu avancieren. Intersektionalität bezeichnet die Analyse der Verwobenheit und des Zusammenwirkens verschiedener Differenzkategorien sowie unterschiedlicher Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft. Auch wenn dabei vor allem Wechselwirkungen zwischen Ungleichheit generierenden Kategorien wie Geschlecht, Rasse und Klasse im Vordergund stehen, sind Kategorien wie Sexualität, Nationalität oder Alter grundsätzlich integrierbar. Offen ist dagegen, auf welcher Ebene die Wechselwirkungen ansetzen: Sind gesellschaftliche Strukturen gemeint, interaktive Identitätskonstruktionen (doing difference) oder symbolische Repräsentationen? Wir plädieren in unserer intersektionalen Mehrebenenanalyse für eine theoretische und empirische Verknüpfung der Struktur-, Symbol- und Identitätsebene… Zum ganzen Artikel


Feministische postkoloniale Positionen

24.07.2007, Melanie Groß

Feministische postkoloniale Ansätze beziehen sich auf die Arbeiten des US-amerikanischen Black Feminism (u.a. Combahee River Collective 1982; hooks 1996) und verbinden diese verstärkt mit poststrukturalistischen Philosophieansätzen und marxistischen Theorien. Zentrale Gemeinsamkeit dieser verschiedenen kritischen Reflexionen ist die Problematisierung der Kategorie Frau und die Betonung der sozialen Konstruktion der Kategorie race. Beide Kategorien werden als Konstruktionen und dis-kursive Produktionen verstanden. Konstruktionen und diskursive Produktionen generieren jedoch nicht nur Bedeutungen, sondern sie werden als Prozesse gefasst, die mit strukurellen und identitären Effekten einhergehen… Zum ganzen Artikel


Weiß-Sein – unmarkiertes Merkmal feministischer Theoriebildung

24.06.2007, Melanie Groß

Die Gruppe derer, die die Macht haben zu sprechen und gehört zu werden, ist zwar klein, ihre Diskurse sind durch ihre Verwurzelung innerhalb der Weißen Dominanzkultur jedoch wirkmächtig und folgenreich. Das hat auch innerhalb der hegemonialen feministischen Theorie Folgen, die sich in der Unsichtbarkeit des Weiß-Seins der Forschenden und in rassistischen Kategorisierungen und Ausschlüssen ausdrückt… Zum ganzen Artikel


Queer Theory

24.06.2007, Melanie Groß

Mit der Queer Theory hat die feministische Kritik an Heteronormativität seit den 1990er Jahren einen Namen erhalten. Ein zentrales Merkmal dieser Forschungsrichtung ist es aufzuzeigen, wie feministische Theorien selbst dazu beitragen, die Forschungsgegenstände zu schaffen, die sie vermeintlich nur untersuchen. Dabei werden vor allem Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität als das scheinbar Normale produziert und andere Existenzweisen als ‘das Andere’ ausgegrenzt… Zum ganzen Artikel


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Recht auf Straße(-nstrich)! Stadtentwicklungspolitik als Spiegel gesellschaftlicher Ausschlüsse Ein Workshop erkundet städtische Vertreibungspolitiken und Widersetzungspraxen

Die akteuellen Verdrängungspolitiken gegenüber Sexarbeiter_innen, aber auch das Schweigen vieler linker stadtpolitischer Bewegungen zu diesem Thema nahm Ragazza, das Hamburger Projekt für drogengebrauchende Sexarbeiterinnen, zum Anlass, in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen internationalen Workshop zu organisieren. Unter dem... mehr

Über Anregungen, Kritiken und andere Positionen freuen wir uns jederzeit: info[at]feministisches-institut.de


Feministisches Institut Hamburg