18.02.2009, Melanie Plößer
Die Suche nach den praktischen Konsequenzen gendertheoretischer Einsichten markiert eine zentrale Aufgabenstellung feministischer Pädagogik. Allerdings wird die Frage, wie in pädagogischen Kontexten mit der Geschlechterdifferenz umzugehen ist, nach wie vor sehr unterschiedlich beantwortet. Wurde in den 1970er und 1980er Jahren vor allem ein anerkennender Umgang mit der Kategorie Geschlecht gefordert, ist der feministische Diskurs seit Mitte der 1990er Jahre von Ansätzen bestimmt, die sich kritisch mit der Differenz auseinandersetzen und die problematischen Effekte eines anerkennenden Umgangs mit der Geschlechterdifferenz hervorheben. Beide pädagogischen Umgangsweisen, Differenzanerkennung und Differenzkritik sollen im folgenden Beitrag nicht als sich gegenseitig ausschließende, sondern als sich notwendig ergänzende Perspektiven herausgestellt werden… Zum ganzen Artikel
3.07.2008, Gabriele Winker
Stellungnahme des Feministisches Instituts Hamburg anlässlich des Hamburger Frauen-Ratschlags der Partei DIE LINKE am 1. Juli 2008
Im Wintersemester 2002/2003 starteten an Hamburger Hochschulen zwei sehr ambitionierte Projekte, der Masterstudiengang Gender und Arbeit an der damaligen Hochschule für Wirtschaft und Politik sowie ein Magister- und Diplom-Nebenfachstudium Gender und Queer Studies an der Universität Hamburg. Beide Studiengänge sind hochschulübergreifend und interdisziplinär angelegt. Zentrales Merkmal ist die Mitnutzung einer großen Zahl einschlägiger Lehrangebote insbesondere der TU Hamburg-Harburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Hochschule für bildende Kunst, der Hochschule für Musik und Theater und der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit. Auf diese Weise wurde es möglich, den Gender und Queer Studierenden jedes Semester trotz geringer eigener Kapazitäten der Studiengänge 80-100 Lehrveranstaltungen anzubieten. (vgl. Lehrangebot im Hamburger Genderportal) Die Konzeptionen dieser Studienprogramme stießen bei Studierenden auf reges Interesse. Ca. 180 Studierende studierten oder studieren im grundständigen universitären Magister- und Diplom-Nebenfach. Weitere ca. 60 Studierende, darunter viele Teilzeitstudierende, durchliefen den bereits 2004 akkreditierten Master Gender und Arbeit. Zum ganzen Artikel
13.06.2008, Angela Tillmann
Das Internet stellt viele Bildungsgelegenheiten für Jugendliche bereit. Es ist jedoch nach wie vor nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen attraktiv und zugänglich. So werden Mädchen und Frauen immer noch mit Schließungsmechanismen konfrontiert und wenig bei der Aneignung des Mediums unterstützt. Zudem treffen sie dort auf zielgruppenspezifische kommerzielle Angebote, die in erster Linie Stereotype bedienen. Abhilfe schafft hier ein Angebot – LizzyNet -, das ausschließlich für Mädchen konzipiert wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, Kompetenzen von Mädchen zu fördern, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und ihren Handlungsspielraum zu erweitern… Zum ganzen Artikel
10.04.2008, Wibke Derboven
Im postmodernen Feminismus werden Differenzen zwischen Frauen betont. Das es diese gibt, ist ohne jeden Zweifel. Doch die Differenzen, die von Frauen im Alltag konstruiert werden, muten zuweilen grotesk an und sind nicht immer förderlich. Will man Strukturen und Systeme verändern, braucht es gelegentlich einen Blick auf das Gemeinsame, auch wenn es ein Blick ist, der vieles übersieht. So werden besonders im Kontext von Schule – ausgelöst durch die PISA-Debatte und gerahmt von der vermeintlichen “Erkenntnis” über die unterschiedlichen Schulleistungen und Arbeitshaltungen von Jungen und Mädchen – Differenzen zwischen Frauen konstruiert, die letztendlich dazu beitragen, das vorhandene Schulsystem zu stabilisieren. Ich möchte nicht das normierende Wir-Gefühl der alten Frauenbewegung bemühen, um die Akteurinnen zu befrieden, aber auch nicht den postmodernen Blick auf die Differenzen einnehmen, um die Realität beschreibend zu erfassen. Ich wünschte mir die Entwicklung eines partiellen Wir-Gefühls aller Schulakteure, um gegen die Eigendynamik eines Schulsystems anzutreten, das in der derzeitigen Erscheinung eigentlich niemand wollen kann… Zum ganzen Artikel
20.06.2007, Wibke Derboven
Momentan gibt es eine breite Debatte über unterschiedliche Leistungen von Jungen und Mädchen in unserer Schule. Jungen gelten als weniger fleißig, weniger zielstrebig, weniger angepasst, etc.. Längst ist es eine soziale Tatsache, dass Schulversagen männlich ist. Eine Reformierung des deutschen Schulsystems scheint diese Debatte aber nicht zur Folge zu haben, eine Zementierung von Geschlechterdifferenzen dagegen schon. Deshalb ist es dringend notwendig, die Kategorie Geschlecht mit feldspezifischen Differenzlinien zu verzahnen… Zum ganzen Artikel
16.03.2007, Melanie Groß und Tanja Carstensen
Am 09.02.2007 ging das Gender@Wiki unter www.genderwiki.de online. Mit diesem Projekt, das aus einem studentischen Projekttutorium heraus entwickelt wurde, entsteht ein Informations- und Vernetzungsangebot für die Frauen- und Geschlechterforschung, mit dem sich aus feministischer und wissenschaftspolitischer Sicht sowie für die Internetforschung und -gestaltung verschiedene interessante Chancen, Herausforderungen und Fragen ergeben… Zum ganzen Artikel
Feministisches Institut Hamburg
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