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Arbeitskämpfe in Care-Bereichen – zwischen Genderideologien und feministischer Orientierung

07.09.2017, Anna-Carina Friedrich
Die Arbeitskämpfe der Krankenpfleger_innen an der Berliner Charité zwischen 2011 und 2015 und der bundesweite Kita-Streik von 2009 haben in Bereichen traditionell weiblicher Erwerbsarbeit stattgefunden. Schließlich arbeiten in der Pflege circa 86% (vgl. Bundesagentur für Arbeit 2011:8) und im Erziehungswesen circa 95% Frauen (vgl. ebd. 2016:10). Diese Care-Arbeit ist weiblich konnotiert und wird Frauen zugeordnet. Sowohl der Krankenpflegeberuf als auch der Erziehungsberuf werden niedrig entlohnt und unterliegen einer starken Arbeitsbelastung. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit den genannten Arbeitskämpfen auf der Grundlage bestehender wissenschaftlicher Literatur befasst. Mich hat interessiert, inwiefern während dieser beiden Streiks die bestehenden Geschlechterverhältnisse neu verhandelt und die daraus resultierende geschlechtsspezifische Ungleichheit zumindest in Ansätzen überwunden werden konnten. Dieser Frage gehe ich in den folgenden Abschnitten anhand der sechs Kriterien von Artus/Pflüger nach, mit denen die Autorinnen erste Ansatzpunkte einer gendersensiblen Analyse von Arbeitskämpfen entwickelt haben (vgl. Artus/Pflüger 2015:101-105). Anschließend stelle ich einige Überlegungen an, was notwendig wäre, um zu tatsächlich feministisch orientierten Arbeitskämpfen zu gelangen, die zum Aufbrechen der Geschlechterverhältnisse beitragen und der Sichtbarmachung und dem Einbezug von Sorgearbeit im umfassenden Sinne gerecht werden… mehr


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