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Ewige Nörglerin oder feministische Spaßverderberin?

13.11.2017, Tina Habermann
Zur Wahl habe ich mich gefühlt, wie ich mir die Reichen im Urlaub vorstelle: Der Sessel im Hotelzimmer ist zu unbequem, der Blick aufs Meer wird durch den Obdachlosen auf der Promenade entstellt, die Fischer morgens sind zu laut, auch wenn ich im Restaurant abends ihren frischen Fisch konsumieren möchte. Ja, irgendwie hatte ich dieses Jahr noch mehr an den Parteien auszusetzen. Die SPD baut Wohnungen, die ich mir nicht leisten kann, die FDP arbeitet hart daran, dass ich sofort gefeuert werden kann, die Linkspartei plappert den Misst der Obergrenzen nach , die CDU will soziale Vereine verbieten und ihre Gelder streichen, die AfD meine Freunde an der Grenze erschießen, und die Grünen machen mit, was auch immer so gerade im repressiven Diskurs angesagt ist . Immer wieder denke ich an das Bild des Wahlomaten als einen Spielautomat: Ich drücke einen Knopf und es spuckt mir beliebig Bilder aus, die mir mitteilen „das hat leider nicht geklappt“. So könnte ich den Knopf am Wahlomaten endlos drücken, und es kommt nichts Brauchbares dabei heraus. Nach der Wahl lassen die gewählten Parteien jenseits der AfD verlauten, dass sie nun weiter auf die Wünsche der AfD-Wählerschaft zugehen wollen. Eine NGO verfasst einen offenen Brief unter dem Titel „Sehr geehrte AfD, wir sind die 87 Prozent, die euch nicht gewählt haben“. Und ich könnte schreien: NEIN!… mehr


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